Kommentar

Ein Anfang

Peter W. Ragge zu den Jubiläumsfeiern der „Mannheimer Akte“

Die Mündung des Neckars in den Rhein bildete den Ausgangspunkt für die Gründung Mannheims vor über 400 Jahren. Aber die Stadt machts nichts daraus, dass sie an einem Fluss und einem Strom liegt. Der Hafen ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit kaum präsent. Mancher sieht ihn als Platz für Partys oder die Kreativwirtschaft. Aber dass hier mit einer Wertschöpfung von 1,1 Milliarden Euro jährlich wichtige Teile des Wohlstands der Stadt und der Region erwirtschaftet werden, bleibt zu oft außer acht.

Das Jubiläum der „Mannheimer Akte“ war nun wenigstens ein Anfang, die Bedeutung von Hafen und Schifffahrt mal wieder stärker ins Licht zu rücken. Viel zu oft gerät in Vergessenheit, welche wichtige Rolle unsere Stadt hier spielt. Dass dieses Jubiläum jetzt so öffentlichkeitswirksam gefeiert wurde, ist überwiegend privater Initiative des Schiffahrtsvereins zu verdanken. Lange war da von offizieller Seite nicht viel vorgesehen. Die Ausstellung im Schloss ist zwar interessant aufbereitet, aber doch ziemlich klein. Aber immerhin entstand sie zusammen mit dem Historischen Institut der Universität – die erste Kooperation, seit das Schlossmuseum 2007 eröffnet wurde! Zugleich findet heute und morgen eine gemeinsame Tagung der Reiss-Engelhorn-Museen und des Historischen Instituts statt – ebenso eine Premiere. Beides lässt hoffen, dass man künftige historische Jubiläen noch besser vorbereitet angehen kann.

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