Kommentar

Bitteres Schweigen

Anfang des Jahres gab es schon Vorschläge, wie der ehemalige Biergarten am Alten Meßplatz nach dem Abtransport der Eisenwaggons wieder genutzt werden könnte. So plante die städtische Entwicklungsgesellschaft MWSP das Angebot des benachbarten Jugendparks „Alter“ zu erweitern. Daraus wurde nichts – auch, weil rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der insolventen Betreibergesellschaft im Raum standen. Viele Neckarstädter, das wurde bei einer Diskussion im Bezirksbeirat deutlich, trauern indes ihrem einst lauschigen Biergarten nach.

Was immer aber an Ideen – vermutlich erst 2020 – dort realisiert wird, klar ist auch: Bei der Nutzung der gesamten Flächen am Neckarufer kann es sich nur um eine Zwischenlösung handeln. Denn: Geplant ist seit Jahren genau dort ein Haus der deutschen Sprache anzusiedeln. Ob es allerdings jemals dazu kommen kann, diese Frage sollte bald einmal geklärt werden. Bisher hüllen sich alle Beteiligten, das Institut für Deutsche Sprache (IDS), die Stadt Mannheim und das Land, in Schweigen. Für die Neckarstädter, die seit so langer Zeit auf einen Magneten dort am Eingang zum Stadtteil hoffen, ist dies nach dem Aus der neuen Stadtbibliothek an dem Standort ein bitteres Hinhalten.

 
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