Kommentar

Beredtes Schweigen

Thomas Spang kritisiert US-Präsident Donald Trump im „Fall Skripal“

Das Schweigen Donald Trumps zu den gravierenden Sanktionen der USA gegen Russland fällt ohrenbetäubend aus. Da Trump in seinem Wunsch, über die Brutalitäten des Kreml im Umgang mit seinen Kritikern hinwegzusehen, nicht viel Gefolgschaft hat, entscheidet er sich zu schweigen.

Die USA sprechen nicht mit einer, sondern mehreren Stimmen. Es gibt eine Außenpolitik Trumps und eine seiner Regierung.

Trumps Schweigen zu den Sanktionen gegen Russland im „Fall Skripal“ sind bloß das jüngste Beispiel. Moralische Führung sieht anders aus. Und Stärke erst recht. Solange der russische Präsident Wladimir Putin nichts vom amerikanischen Präsidenten selber hört, wird der Kreml-Chef sein Verhalten nicht ändern.

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