Kino

Wie wichtig ist Heimatverbundenheit?

„Synonymes“: Regisseur Nadav Lapid legt einen sehr persönlichen Film vor

Bei der Berlinale gewann „Synonymes“ in diesem Jahr überraschend den wichtigsten Preis. Nun kommt das mit einem Goldenen Bären prämierte Drama über einen jungen Israeli in die deutschen Kinos. Regisseur Nadav Lapid erzählt darin die Geschichte eines Mannes, der in Paris seine israelischen Wurzeln hinter sich lassen möchte.

Yoav (Tom Mercier) landet am Anfang in einer leeren Wohnung, wird beraubt und arbeitet als Sicherheitsmann und Nacktmodell. Er lernt wie wild Französischvokabeln, weil er kein Hebräisch mehr sprechen will. Daher der Titel.

Der Film fragt, wie wichtig Heimatverbundenheit ist. Und ob man seine Herkunft hinter sich lassen kann. Für Yoav ist das nicht so einfach wie gedacht. Der Film spiegele Kritik, aber auch eine Anhänglichkeit an Israel, so Regisseur Lapid. Das Drama ist angelehnt an seine Biografie. Lapid wurde 1975 in Tel Aviv geboren, zog nach dem Militärdienst nach Paris und wieder zurück.

„Synonymes“ ist experimentell in seinen Bildern und gibt dem Publikum immer wieder Rätsel auf. Der Film setzt aber viel politisches Wissen voraus und dürfte eher kein sehr großes Publikum erreichen.

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