Kino

Moderne Pippi Langstrumpf

„Rocca verändert die Welt“: Regisseurin Katja Benrath legt ein liebenswertes Langfilmdebüt vor

So wie Astrid Lindgrens berühmte Figur Pippi Langstrumpf einst ganz allein in der Villa Kunterbunt wohnte, so lebt auch Rocca, die elfjährige Protagonistin dieses Jugendabenteuers, ganz auf sich allein gestellt in einem Hamburger Haus. Völlig ohne Erziehungsberechtigte – stattdessen betont das so liebenswerte wie vorlaute Mädchen: „Ich bin berechtigt, mich zu erziehen!“ – macht sich Rocca in diesem Film daran, die Welt zu verändern. Und wo Pippi einen Affen namens Herr Nilsson als Begleiter hatte, da hat Rocca nun ein Eichhörnchen namens Klitschko. Auch der wohnungslose Caspar soll für Rocca in diesem 97-Minüter zu einem guten Freund werden.

Erdacht wurde die Figur der Rocca von der Autorin Hilly Martinek, die unter anderem das Drehbuch zu Til Schweigers viel gerühmten Film „Honig im Kopf“ verfasst hat. Die Regie zu „Rocca verändert die Welt“, die kommt von Katja Benrath, die hiermit ihr Langfilmdebüt vorlegt. Benrath war 2018 für ihre Abschlussarbeit „Watu Wote – All of us“ für den Oscar in der Kategorie bester Kurzfilm nominiert. Flankiert von bekannten deutschen Schauspielkünstlern wie Barbara Sukowa („Hannah Arendt“), Mina Tander („Maria, ihm schmeckt’s nicht!“), Fahri Yardim („Jerks“) und Volker Bruch („Babylon Berlin“) schlüpft die Nachwuchsmimin Luna Maxeiner in die Rolle der Rocca. Maxeiner hat schon in der Fernseh-Serie „Club der roten Bänder“ mitgewirkt.