Ilvesheim

Ilvesheim Inselgemeinde vier Tage im Ausnahmezustand / Vereine beweisen erneut großes Engagement

Kerwe zieht die Massen an

Archivartikel

Vier Tage, ein Wort: „Kerwe“. Die Inselgemeinde feiert an diesem Wochenende ihre sechste Jahreszeit, die Kerwe. Die Schlossstraße wurde zur Vergnügungsmeile umgestaltet, Autos für vier feuchtfröhliche Tage zugunsten eines beschwingten Lebens voll Lachen, Plaudern, Musik und kulinarischen Freuden verbannt.

Angekündigt von den fetzigen Guggemusikklängen der Newwlfezza aus Mannheim, traf am Freitag pünktlich um 18 Uhr die Kerwe-Gretel mit ihrem Gefolge des Karnevalvereins Insulana (KVI) auf dem Chècy-Platz ein und wartete während der Begrüßungen durch Bürgermeister Andreas Metz und der KVI Vorsitzenden Sabine Grötzinger-Dambach würdevoll auf ihre Inthronisation.

Metz freute sich ob der vielen Anwesenden, darunter auch der SPD-Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck und erstmals auf der Ilvesheimer Kerwe Julia Philippi, Landtagsabgeordnete der CDU, die auch souverän mit drei wohlgesetzten Schlägen den Freibieranstich übernahm, welches von Rainer Vögele gesponsert war.

Bei der Verlosung der drei Ilvesheimer Kerwesymbole schlugen zum wiederholten Male altbekannte Gesichter zu. Dank Losfee Antonia ging der Gockel an Trudel Bittner, der von Ursula Wagner gebackene Quetschekuche einmal mehr an Oskar Lohnert und die Gans wieder einmal an den Bundestagsabgeordneten Karl A. Lamers, der sie erneut einem guten Zweck spenden will.

Mit viel Herzblut

Die Festmeile galt nun als offiziell eröffnet. Karussells für die Kleinen sowie Autoskooter für die Größeren fuhren Runde um Runde, beim Schießstand konnte man die ein oder andere Rose für die Liebste schießen, über die ganze Meile leckere Speisen und süffige Getränke zu sich nehmen. Die Ilvesheimer Vereine waren wieder mit viel Herzblut dabei. Am Ortseingang bereiteten die Minigolfer leckere Hamburger zu, auch war es hier auf einer Probebahn möglich, sich ein wenig im Minigolfen zu üben. Die Feuerwehr wartete mit flüssiger Nahrung auf, hier gab es unter anderem leckere Cocktails zur Musik der DJs Bentzinger und Tanne. Ein paar Meter weiter in der Bar der Spielvereinigung SpVgg03 legte DJ Oehli für die Feierfreudigen auf.

Zwischen der Spielvereinigung und dem Bierwagen des MGV Aurelia lockten die Grilldüfte des Ladenburger Caterers „Unsere Küche“. Süßes fand sich am Crepestand und an den eigens darauf spezialisierten Ständen. Auch im Festzelt des KVI mit Kerwegarten verlockte Speis und Trank zum Niederlassen. Neben dem Grundangebot gab es für jeden Tag auch spezielle Schmankerl zu verkosten.

Am Sonntag lud der MGV Aurelia zum Kerwesingen in sein Sängerheim in der Kanzelbachstraße ein, auch hier gab es alles für Leib und Seele. Der Weinstand des BdS und Brigittes Dampfnudelstand vervollkommneten das Angebot auf der Festmeile, während die Ohren sich an der Musik der Band „ Choke“erfreuten, die an allen Tagen beim BdS Stand aufspielte. Die Kerwe ist für viele ein „Muss“, so auch für Simone Spies. „Für die Kerwe herrscht bei uns Urlaubsverbot, da muss man da sein.“ Das findet auch ihre Freundin Simone Stein, die es einfach genießt, hier „Menschen zu treffen, die man sonst nicht sieht“. Ein Gast aus Seckenheim bedauert, dass immer die Gretel verbrannt wird, warum nicht mal ein Kerweborscht oder ein Kerwepaar. Worüber die KVI-Vorsitzende Sabine Grötzinger Dambach durchaus mal nachdenken möchte.

In eine lustig feiernde Gruppe gefragt: „Geht’s euch gut?“, kam als Antwort nur: „Kerwe“. Die Menschen in Ilvesheim genießen ihre Kerwe, dieses Miteinander, das Flanieren auf der Schlossstraße, die spontanen Treffen genauso wie die geplanten. Heute gibt es zahlreiche Jahrgangstreffen, viele Damen tragen ein Dirndl, es herrscht ein geselliges Miteinander, es ist halt einfach „Kerwe“.

Info: Fotostrecke: www.morgenweb.de/ilvesheim

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