Ilvesheim

Ilvesheim Gemeinde strebt Förderung aus Sonderprogramm an / Verwirklichung des 15-Millionen-Euro-Projektes weiter offen

Bund soll Kombibad retten

Archivartikel

Für den Neubau eines Kombibads in Ilvesheim gibt es neue Hoffnung. Der Gemeinderat hat am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, sich um Mittel aus einem Bundesprogramm zu bewerben. Damit könnte das 15 Millionen Euro teure Vorhaben doch noch realisiert werden. Die Entscheidung fiel mit Mehrheit, wie Bürgermeister Andreas Metz gestern mitteilte

Am 6. August wurde der Beschluss des Deutschen Bundestags veröffentlicht, das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereich Sport, Jugend und Kultur“ erneut aufzulegen, und zwar mit einem Volumen von 100 Millionen Euro für eine Laufzeit von 2018 bis 2022. Die Mittel stehen „für die Förderung investiver Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung und mit sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Integration in der Kommune“ bereit.

Der Schwerpunkt soll bei Sportstätten liegen. Dazu zählen öffentlich genutzte Sportplätze, Turnhallen, Schwimmhallen sowie Freibäder, da hier ein besonderer Instandsetzungsrückstand gesehen wird. Der Bundesanteil der Förderung soll in der Regel zwischen ein und vier Millionen Euro betragen; Ausnahmen sind möglich.

Antrag fristgerecht

Doch jetzt ist zunächst einmal zu klären, ob Ilvesheim in den Genuss einer Förderung kommt. Die erste Hürde dafür ist mit dem Beschluss des Gemeinderates genommen. Jetzt kann die Gemeinde fristgerecht bis Ende August ihr Interesse an dem Programm bekunden.

Bekanntlich hatte das Kommunalrechtsamt in einem Schreiben an die Gemeinde angekündigt, den Höchstbetrag der Verpflichtungsermächtigungen für Kredite für das geplante Kombibad in Höhe von 15 Millionen Euro nicht zu genehmigen. Daher muss die Gemeinde Ilvesheim versuchen, zumindest einen Teil der Finanzierung des Kombibades auf andere Art und Weise zu erreichen, um die drohende Last der Kreditaufnahmen zu verringern. Eine weitere Maßnahme könnte die stufenweise Umsetzung des Kombibades in zwei Bauabschnitten sein. Zuerst wäre dann der Hallenbadbereich an der Reihe, anschließend das Freibad. Auch das ist Inhalt des Ratsbeschlusses.

Noch nichts entschieden

Über den Bau des Kombibads ist damit allerdings noch nicht entschieden, wie Bürgermeister Andreas Metz deutlich macht: Denn nach der ersten Phase des Auswahlverfahrens werde ein weiterer Beschluss des Gemeinderates benötigt, „der sicher auch von der Höhe einer möglichen Fördersumme beeinflusst werden wird“, erklärt Metz. Ob Ilvesheim eine Chance auf die Förderung hat, wird sich schon bald entscheiden. „Die Veröffentlichung der zu fördernden Projekte durch das Bundesministerium des Inneren ist für Ende Oktober vorgesehen“, teilt Metz mit.