Heidelberger Druckmaschinen

Maschinenbau Vorstandschef spricht nach dem Masterwork-Einstieg von weiteren Interessenten

Heideldruck hofft auf Investor

Heidelberg.Der Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck hat einen weiteren Ankeraktionär in Aussicht gestellt. „Ich würde gerne noch einen weiteren strategischen Investor haben“, sagte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer dem Wirtschaftsmagazin „Euro am Sonntag“. Es gebe bereits Interessenten. Mehr wolle er „jetzt noch nicht sagen“. Das Unternehmen erhofft sich dadurch Stabilität und finanzielle Mittel für den laufenden Konzernumbau.

Heideldruck hatte erst Anfang des Jahres mit dem langjährigen Vertriebspartner Masterwork einen neuen Ankeraktionär gewonnen. Die Chinesen beteiligten sich über eine Kapitalerhöhung an Heideldruck und halten nun etwa 8,5 Prozent der Anteile. Erklärtes Ziel von Masterwork ist dabei, auch langfristig größter Einzelaktionär bei den Heidelbergern zu sein. In diesem Zuge könnten die Chinesen weitere Anteile übernehmen. Zweigrößter Teilhaber ist der Schweizer Druckunternehmer Ferdinand Rüesch.

Der Heidelberger Traditionskonzern hat seit Jahren mit dem Umbruch in der Druckbranche zu kämpfen und treibt derzeit seine Digitalisierung voran. Allerdings kommt Heideldruck dabei langsamer als erhofft voran. Wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China sowie weiteren konjunkturellen Unsicherheiten gab das Unternehmen in der vergangenen Woche einen vorsichtigen Ausblick. Für das Geschäftsjahr 2019/2020 prognostizierte Hundsdörfer, dass sich Umsatz und Betriebsergebnis in etwa auf Vorjahresniveau bewegen dürften. Die mittelfristigen Wachstumsziele würden sich zudem verzögern. In der Region beschäftigt Heideldruck rund 5000 Mitarbeiter, von denen zuletzt rund 400 eine Vereinbarung auf Alterszeitzeit unterschrieben hatten.