Heidelberg

Statistik Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss beschäftigt sich mit dem Pendlerbericht 2020 / Daten stammen aus 2019

Zahl der Einpendler leicht rückläufig

Heidelberg.Die Zahl der Menschen, die für ihren Job Wege zurücklegen, steigt seit 2010 stetig – das belegt der aktuelle Pendlerbericht, der laut Mitteilung der Stadt Heidelberg am Mittwoch, 16. September, im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt wird. Die aktuelle Entwicklung während der Corona-Pandemie sind in diesen Zahlen nicht abzulesen: Das Datenmaterial, das aus Verkehrszählungen gewonnen wird, stammt aus 2019.

Die Untersuchungsregion umfasse den Rhein-Neckar-Kreis und die Großstädte Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen. Der aktuelle Bericht ermittle erstmals Altersklassen, die Zugehörigkeit zu Wirtschaftszweigen und das berufliche Anforderungsniveau der Pendler, ebenso die sogenannten Bildungspendler.

Aktuell gibt es in Heidelberg rund 116 500 Berufspendler. Ihre Zahl ist seit 2010 um rund 20 100 Menschen (etwa 21 Prozent) gewachsen. Der Anteil der Bürger, die auch in ihrer Stadt arbeiten, wie auch die Zahl derer, die in Heidelberg leben möchten und zu ihrem Arbeitsort nach außerhalb Heidelbergs fahren, nimmt zu. Gleichzeitig sind die Zahlen der nach Heidelberg Pendelnden erstmals seit Jahren wieder rückläufig.

Einpendler – also Beschäftigte, die außerhalb Heidelbergs wohnen und zum Arbeiten in die Stadt pendeln – stellen wie in den Vorjahren die Mehrheit der Pendelnden dar. 62 200 Beschäftigten und damit etwa 55 Prozent aller Pendler sind es. Dennoch gibt es hier neue Entwicklungen. In den vergangenen zehn Jahren steigt die Anzahl der Einpendler mit nur 12,3 Prozent am schwächsten an. Seit 2017 hat sich deren Zahl sogar leicht reduziert. Damit sank ihre Entwicklung zum ersten Mal seit Jahren.

Aktuell sind die am stärksten vertretenen Wohnstandorte unter allen Einpendlern Mannheim (5890), Leimen (4284) und Eppelheim (2925). Von ihrem Wohnort Heidelberg aus zu ihrem Arbeitsplatz außerhalb pendeln rund 24 700 Beschäftigte. Sie machen 20 Prozent aller Pendler aus. Deren Anstieg um 8100 Beschäftigte seit 2010 bestätigt den Trend des Pendlerberichts 2018. 

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