Heddesheim

Heddesheim Kommune führt Arbeit der Konzertdirektion Haas vorerst in eigener Regie fort

Gemeinde macht jetzt selbst Theater

Archivartikel

Als im Dezember vergangenen Jahres der langjährige Theaterveranstalter Reiner Haas im Alter von 75 Jahren verstarb, war die Bestürzung in Heddesheim groß. Zugleich kam Ungewissheit auf, ob die seit fast drei Jahrzehnten erfolgreiche Theaterreihe im Bürgerhaus überhaupt fortgesetzt werden kann. Schließlich entschied sich die Gemeinde, das vorerst in eigener Regier zu tun. Jetzt hat sie in Abstimmung mit Frau Haas und den Tourneetheatern das Programm für die Spielzeit 2018/2019 zusammengestellt.

„Wir haben uns bemüht, wieder ein interessantes Programm zu gestalten“, versichert Bürgermeister Michael Kessler. In den Genuss dieses Programms werden aber fast ausschließlich Abonnenten kommen, denn alle Plätze sind bereits an solche vergeben. Einzelkarten werden daher nicht angeboten. Wer möchte, kann sich allerdings im Rathaus für ein Neu-Abonnement vormerken lassen. Die Theatersaison beginnt am Donnerstag, 11. Oktober, mit der Komödie „Als ob es regnen würde“ von Sébastien Thiéry. Hier spielen Herbert Herrmann und Nora von Collande mit. Ein ganz normales Ehepaar führt ein ganz normales Leben. Doch von einem Tag auf den anderen gerät die bisher heile Welt aus den Fugen. Der Grund: ein rätselhafter Geldsegen.

Am Montag, 12. November, gibt es „Alles über Liebe“. In der Komödie von Stephan Eckel treten unter anderem Giovanni Arvaneh, Renan Demirkan und Tanja Schumann mit. Mal rührend, mal schreiend komisch: Um ihre Ehe zu retten, sagen sich Anna und Carlos so richtig die Meinung – da kommen sogar zwei Schaumstoffschläger ordentlich zum Einsatz. Die selbst verordnete Paartherapie wird für sie zum Kampf mit einer hoffnungslos überforderten Therapeutin.

Klassiker „Dinner for one“

Am Dienstag, 8. Januar, erfahren die Besucher die Wahrheit über „Dinner for one“. Das verspricht zumindest der Titel der Komödie von Jan-Ferdinand Haas mit Petra Nadolny und Peter Nottmeier in den Hauptrollen. Das Herzstück eines gelungenen Jahreswechsels ist und bleibt für Millionen Deutsche der legendäre Kult-Sketch. Wie es dazu kommt, dass der weltberühmte 90. Geburtstag von einem komödiantisch begnadeten Duo statt von einem gut aufeinander abgestimmten Sextett dargeboten wird, erleben die Zuschauer in dieser herrlich britischen Komödie.

„Noch einmal verliebt“ heißt es am Donnerstag, 31. Januar, in der gleichnamigen Komödie von Joe DiPetro. Dabei erlebt das Publikum Gila von Weitershausen, Niklas Clarin, Christian Wolff und Cordula Trantow live auf der Bühne. Ralph hat keinen Hund – und so richtig weiß er auch gar nicht, warum er hier auf dem Hundespielplatz sitzt. Doch wenn eine Frau wie Carol vorbeikommt, deren ganzer Lebensinhalt in Kiwi zu bestehen scheint, ihrer Chihuahua-Mischlingshündin, annektiert er einfach mal einen fremden Vierbeiner, um ins Gespräch zu kommen.

Am Donnerstag, 4. April, servieren die Schauspieler den Zuschauern Frühstück bei Monsieur Henri, eine Komödie von Ivan Calbérac mit Ulli Kinalzik, Eva Wiedemann, Florian Battermann und Sonja Wigger. Jener Monsieur Henri ist ein mürrischer alter Herr. Er lebt allein in einer viel zu großen Pariser Altbauwohnung und ärgert sich – über die Frau seines Sohnes, die jungen Leute von heute oder was sonst so anfällt. Mit der chronisch abgebrannten Studentin Constance als Mitbewohnerin steht plötzlich eine junge Dame vor seiner Tür, die all das hat, was Henri auf den Tod nicht leiden kann, die seine Pantoffeln klaut und unerlaubt das Klavier benutzt. Was als Spielfilm herzzerreißend ist, wird sicher auch im Bürgerhaus zu Tränen rühren.