Gesundheit

Augenlasern – DIE Alternative zu Brille und Kontaktlinse?

Wann die innovative Methode besonders gut hilft, was sie kostet und wie sie finanziert werden kann

Das Augenlicht ist in unserer visuell geprägten Welt von steigender Bedeutung. Kaum ein Beruf, bei dem man ohne den Blick auf den Bildschirm auskommt, der schwache Augen zusätzlich belastet.
Die Brille ist das Standardheilmittel für Kurz-, Weit- und Winkelfehlsichtige, doch das „Nasenfahrrad“ hat nicht nur Vorteile. Es rutscht, kneift, beschlägt und entwickelt im Alltag ganz gern mal ein Eigenleben und verschwindet.
Für viele Nutzer ist der Griff zur Kontaktlinse eine naheliegende Lösung, vor allem, wenn man sich mit der Brille unattraktiv fühlt bzw. seinen Sport nicht mehr ungehindert ausüben kann. Doch dann gehen die Probleme weiter, denn viele Personen reagieren mit trockener Bindehaut und Entzündungen auf die kleinen Linsen, die direkt auf den Augen platziert werden.

Die Behandlung mit dem Laser ist für viele Patienten eine Alternative

Das sind die Gründe, warum sich jedes Jahr rund 150.000 Patienten auf den OP-Tisch legen, um sich die Augen lasern zu lassen. Dabei werden die Unregelmäßigkeiten an der Linse mithilfe eines Laserstrahls korrigiert, der winzig kleine und extrem präzise Schnitte an den Augen machen kann. Die Risiken bei einem solchen Eingriff sind gering, da sich die Methode mittlerweile bewährt hat. Doch hält sie tatsächlich, was sie verspricht?

Hält das Augenlasern, was es verspricht?

Zunächst einmal muss man wissen, dass die Behandlung mit dem Laser kein Allheilmittel und auch nicht für jeden Patienten geeignet ist. Um herauszufinden, ob die eigenen Beschwerden durch den Laser gelindert werde können, sollte man sich beraten lassen. Dafür kann man einfach einen Augenlaser Termin online vereinbaren, um Näheres zu erfahren.

 Die meisten Patienten machen sehr gute Erfahrungen mit der Laserbehandlung. Nach maximal einer halben Stunde ist die Operation geschafft, während der man natürlich die Augen offenlassen muss. Sind die hellen Lichtstrahlen eigentlich zu sehen, weil man während der Behandlung bei vollem Bewusstsein ist? Nein, denn das Licht des Lasers ist so schnell, dass das Auge es nicht erfassen kann. Schon kurze Zeit später ist das Sehvermögen wiederhergestellt – viele Patienten können dann das erste Mal in ihrem Leben wirklich scharf sehen!

 Doch es gibt auch Nebenwirkungen, die manche der frisch Operierten nach der OP beklagen. Wie bei vielen anderen Behandlungen gibt es manchmal auch unerwünschte Effekte. Viele Patienten haben trockene Augen, klagen über ein Fremdkörper­gefühl im Auge oder können nachts schlecht sehen. Im Vergleich zu den vorherigen Beschwerden sind das allerdings nur „Kleinigkeiten“, die nicht sehr ins Gewicht fallen. Vor allem dann, wenn schwere Krankheiten wie der graue Star mit dem Laser behandelt werden.

Grauen Star mit dem Laser behandeln

Mehr als 800.000 Menschen lassen sich jedes Jahr gegen den grauen Star behandeln, und viele profitieren dabei von einer Behandlung mit dem Laser. Bei der Operation wird die trübe Linse des Auges entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Diese Behandlung eignet sich auch, aber nicht nur bei Alterssichtigkeit. Die Anwendung des Lasers ist effektiv, schnell und sicher und kann den grauen Star erfolgreich behandeln.

Lasern medizinisch notwendig?

Kritiker könnten einwenden, dass die Augenlaserbehandlung eigentlich medizinisch nicht notwendig ist, da es immer auch Alternativen gibt. Zudem brauchen manche Patienten nach dem Lasern immer noch eine Brille, wenn auch eine wesentlich schwächere. Auch die schlechte Sicht in der Nacht kann sehr störend sein und sogar dazu führen, dass man nachts nicht mehr Auto fahren kann. Leider sehen auch die meisten Krankenkassen die medizinische Notwendigkeit des Augenlaserns nicht ein und verweigern darum die Übernahme der Kosten.

Kosten Augenlasern – die gesetzlichen Krankenkassen

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Augenlaseroperation grundsätzlich nicht. Von ihnen wird die OP als Schönheits- bzw. Lifestyle-Operation eingeordnet. Es gibt allerdings einige wenige Fälle, in denen vor Gericht eine Übernahme der Kosten erfolgreich erstritten wurde. Das war dann der Fall, wenn die Operation tatsächlich als medizinisch notwendig eingestuft werden musste. Das kann in der Regel zwei Gründe haben: eine Brillenunverträglichkeit oder eine Kontaktlinsenunverträglichkeit.

Eine Brillenunverträglichkeit kann zum Beispiel auftreten, wenn jemand einen sehr starken Sehfehler hat und die Brille unerträglich drückt. Auch ein großer Unterschied bei den Dioptrien beider Augen kann verhindern, dass eine angemessene Brille getragen werden kann.

Eine Unverträglichkeit von Kontaktlinsen kommt wesentlich häufiger vor. Sie kann sich in trockenen, roten, brennenden oder juckenden Augen äußern, die etwa durch eine Allergie ausgelöst werden.

Augen lasern lassen – übernehmen die privaten Kassen?

Private Krankenversicherungen übernehmen im Vergleich zu den gesetzlichen Assekuranzen weiterreichende oder auch nicht zwingend notwendige Behandlungen und zeichnen sich gerade durch ihre Kulanz aus. Immer mehr Anbieter gehen dazu über, die Behandlung mit dem Augenlaser konkret in den Leistungskatalog mit aufzunehmen. Doch auch ohne diesen eindeutigen Vermerk sind PKV öfter nachgiebig und beurteilen die Behandlung als erstattungsfähig. Da eine Fehlsichtigkeit als Krankheit einzuschätzen ist und Brillen oder Kontaktlinsen eben keine Heilung versprechen, das Lasern der Augen aber schon, sind die Chancen auf eine Kostenerstattung für privat versicherte Patienten recht gut.

Eine Augenbehandlung kann allerdings zur Not auch aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Was kostet eine Behandlung der Augen mit dem Laser?

Die Behandlung einer Fehlsichtigkeit mit dem Augenlaser beginnt ab rund 1000 Euro pro Auge und kann auch bis zu 3000 Euro pro Auge kosten, abhängig von der Art und Weise, mit der behandelt wird. Vergleicht man diese Kosten mit denen einer guten Gleitsichtbrille, dann relativiert sich die Summe. Vor einer persönlichen Kalkulation sollte jedoch eine kompetente Beratung stehen.

Fazit:

Das Augenlasern ist eine innovative und sichere Methode, um Fehlsichtigkeiten dauerhaft zu heilen. Es kann zu überschaubaren Nebenwirkungen kommen. Die Kosten ab 1000 Euro pro Auge werden jedoch in der Regel nicht von den Kassen übernommen. Eine Ausnahme bilden hier nur manche PKV.