Fußball

Fußball 1. FC Kaiserslautern atmet nach Erfolg über Worms auf / Am Montagabend kommt der Double-Gewinner zum „Retterspiel“

Südwest-Pokalsieger fordert FC Bayern

Archivartikel

Pirmasens.Nach dem Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals feierten die Drittliga-Kicker des 1. FC Kaiserslautern, als hätten sie statt des Südwest-Pokals gerade den großen Pott gewonnen. Der glückliche 2:1 (0:1)-Endspielsieg gegen Regionalliga-Absteiger Wormatia Worms bescherte den Roten Teufeln ein versöhnliches Ende einer enttäuschenden Saison und heizte die Vorfreude auf den Höhepunkt gegen Double-Sieger FC Bayern München am Montag (18.30 Uhr) an. „Da hauen wir die Bayern weg“, verkündete Matchwinner Christian Kühlwetter im Überschwang der Gefühle.

Die Freude und Erleichterung nach dem knappen Sieg über Worms war den leidgeprüften Lauterern am Samstag vor 7343 Zuschauern in Pirmasens anzumerken. „Auch wenn es ein Grottenkick war“, sagte Trainer Sascha Hildmann, „ich hoffe, dass sich alle FCK-Fans und auch wir einfach nur über diesen Sieg freuen.“ Kühlwetter war es zu verdanken, dass eine drohende Blamage abgewendet wurde. Der 23-Jährige, mit zwölf Drittligatreffern Lauterns Top-Torjäger, sorgte nach dem Pausenrückstand durch Luca Graciotti (40.) mit einem Doppelpack für die Wende. Zunächst traf er in der 55. Minute zum Ausgleich, dann in der Schlussminute per Foulelfmeter zum Sieg.

Durch den Erfolg sicherten sich die krisengeschüttelten Pfälzer wie alle Landespokalsieger nicht nur die Cup-Teilnahme in der kommenden Saison, sondern auch die damit verbundene TV-Prämie. In der abgelaufenen Spielzeit betrug diese in der ersten Runde immerhin 121 000 Euro. Am Montagabend dürfen die nicht gerade verwöhnten FCK-Anhänger indes mal wieder in Erinnerungen an bessere Zeiten schwelgen, wenn der Rekordmeister zum „Retterspiel“ auf dem ausverkauften Betzenberg antritt. Die Bayern unterstützen damit den finanziell angeschlagenen Traditionsverein, der Einnahmen von rund 500 000 Euro erwartet.

Salmrohr klassentiefster Starter

Für die vielen jungen FCK-Profis dürfte die Partie ein Höhepunkt ihrer Karriere werden. „Das Spiel können wir vor einer tollen Kulisse ganz locker angehen“, sagte Carlo Sickinger. „Wir wollen einfach Spaß haben, Fußball spielen und den Tag genießen.“ Das konnte der viermalige deutsche Meister in der abgelaufenen Saison kaum einmal.

Der 15. Juni wird im Kalender der Spieler und Verantwortlichen des FSV Salmrohr unterdessen fett markiert sein. An diesem Tag wird im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die erste Runde des DFB-Pokals ausgelost – und der Sechstligist ist als klassentiefster Club dabei. Dabei sah es gegen Oberligist TuS Koblenz nach dem Gegentreffer zum 0:2 in der 89. Minute klar nach einem Favoritensieg aus.

Durch Tore in der vierten und fünften Minute der Nachspielzeit glich Salmrohr jedoch aus und siegte letztlich im Elfmeterschießen. „Wir haben hier unser Schweine-Gesicht gezeigt“, sagte FSV-Trainer Lars Schäfer. „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jungs.“ dpa