Friesenheimer Eulen

Handball Eulen müssen am Sonntag gegen den THW wohl auf Azat Valiullin und Alexander Feld verzichten / Aktion für die Krebsvorsorge

Topfavorit Kiel kommt nach Ludwigshafen

Archivartikel

LUDWIGSHAFEN.Die Eulen Ludwigshafen feiern am Sonntag ihre Heimpremiere der neuen Handball-Bundesligasaison. Die Pfälzer haben gleich einen großen Kracher vor der Brust: Das Team von Trainer Benjamin Matschke trifft um 13.30 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle auf den großen Titelfavoriten THW Kiel.

„Das ist ein Spiel gegen einen Weltklassegegner, wir sind klarer Außenseiter. Das Ergebnis spielt erst mal keine Rolle, wir wollen versuchen mitzuspielen“, kündigt der Eulen-Coach an. Das Ludwigshafener Team, das zum Saisonauftakt beim Bergischen HC mit 23:27 verlor, muss gegen die Zebras wohl auf den Rückraumspieler Azat Valiullin verzichten. Auch wenn ein Einsatz des Russen offenbar möglich wäre. „Er und Alexander Feld sind angeschlagen“, sagt Matschke, der klar macht: „Wir haben am Mittwoch schon wieder das nächste Spiel bei GWD Minden. Da sollte man sich schon überlegen, ob man dem Spieler vielleicht nicht noch Zeit geben sollte, die Verletzung auszukurieren.“

Der Rückraumakteur zog sich beim Bergischen HC einen knöchernen Bandanriss am Mittelfuß zu. Spielmacher Feld, der bei der Niederlage in Solingen unglücklich bei einer Angriffsaktion umknickte, ist voraussichtlich dabei. Klar dürfte aber auch sein: Falls Kiel bereits in der ersten Halbzeit auf die Siegesstraße einbiegt, werden die beiden wohl auf der Bank sitzen. In Minden stehen die Chancen für die Eulen besser, Punkte zu ergattern. Valiullin und Feld sind für die Pfälzer lebensnotwendig. Ersatz können sich die Ludwigshafener nicht leisten. „Dafür fehlen uns die derzeit die finanziellen Mittel. Noch eine Verpflichtung ist derzeit überhaupt kein Thema“, betont Matschke.

Die Eulen werden mit pinkfarbenen Stutzen spielen. Mit dieser Aktion wollen die Pfälzer Handballer die Krebsvorsorge fördern. „Wir haben uns am Beispiel der NFL orientiert und wollen unsere Reichweite nutzen, um etwas zu bewegen“, betont Eulen-Spieler Pascal Bührer.

Die National Football League in den USA stellt traditionell einen ganzen Monat lang die Farbe Pink in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten, um auf Krebs und die Vorsorge hinzuweisen. Bührer selbst hat einen familiären Bezug zum Thema: „Es ist mir ein persönliches Anliegen, die bewusste Vorsorge voranzutreiben.“ Darüber hinaus werden die Eulen einen Teil des Ticketerlöses spenden und Sammelboxen aufstellen.