Finanztipps

Smartphone Wie die digitale Geldbörse funktioniert und was Verbraucher dabei beachten sollten

Mit dem Handy bequem an der Kasse zahlen

Archivartikel

Berlin.Das Handy als Geldbörse – das klingt erst einmal praktisch. Doch laut einer Verbraucherstudie der Unternehmensberatung PwC Strategy& gibt es in Deutschland größere Vorbehalte gegen das Mobile Bezahlen als in anderen Ländern. Nur fünf Prozent zückten Ende vergangenen Jahres ihr Smartphone anstatt einer Karte oder Barem. In Schweden hat hingegen ein Drittel der Befragen das Handy bereits zum Zahlen benutzt.

Die Deutschen stehen der neuen Technik also noch sehr skeptisch gegenüber. Doch wie funktioniert die Bezahlung mit dem Smartphone genau, und was sollten Verbraucher dabei beachten?

Eigentlich ist das Bezahlen per Smartphone sehr einfach. Man öffnet die App, wie etwa Google Pay oder Apple Pay oder die App der eigenen Hausbank, und hält das Smartphone vier Zentimeter weit oder näher an das Kassenterminal. Damit ist der Bezahlvorgang schon erledigt.

Jeder Vorgang neu verschlüsselt

In der gewählten App werden vorab etwa die Daten der eigenen Kreditkarte hinterlegt. Doch statt die Daten selbst an das Terminal zu übermitteln, generiert die App bei jedem einzelnen Bezahlvorgang sogenannte individuelle Tokens, erklärt Finanzexperte Stefan Fischer von der Stiftung Warentest. Ermöglicht wird dieses Verfahren durch den Einsatz von Near Field Communication (NFC), einer drahtlosen Übertragungstechnik.

Beim Vorgang der Tokenization werden lediglich die ersten sieben Ziffern der Kreditkartennummer übermittelt. Die zehn darauffolgenden Ziffern werden bei jedem Bezahlvorgang neu generiert. Die letzte Ziffer ist zudem eine Prüfziffer, die sich ändert.

Laut Studien ist eine Hauptsorge der Verbraucher die mit dem mobilen Bezahlen verbundene Übermittlung persönlicher Daten an Finanzdienstleister. Durch die Tokenization schätzt Fischer das Risiko einer Ausspähung bei der Datenübermittlung allerdings als geringer ein als bei der direkten Zahlung mit einer Kreditkarte.

Verbraucher sollten laut Fischer jedoch darauf achten, das Handy ausreichend abzusichern – etwa durch Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder PIN. So ließe sich bei einem etwaigen Verlust des Handys der Schaden begrenzen. Denn die gängigen Apps ermöglichen dem Finanzexperten zufolge maximal drei Bezahlvorgänge von bis zu 25 Euro ohne erneute Freischaltung des Handys.