Coronavirus

Bisher stärkste Zunahme von Corona-Neuinfektionen im Bundesland

Archivartikel

Rheinland-Pfalz.Die Corona-Pandemie breitet sich in Rheinland-Pfalz so stark aus wie noch nie: Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg innerhalb von 24 Stunden um 439 auf 14 628 (Stand Mittwoch, 14.00 Uhr), wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte.

Nach der Landeshauptstadt Mainz liegt nun auch Ludwigshafen als zweitgrößte Stadt des Landes über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen: Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wurde dort am Mittwoch mit 66 angegeben.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es inzwischen im Landkreis Birkenfeld mit 146. Danach folgen Bitburg-Prüm (138), Altenkirchen (100), Mainz (76), Vulkaneifel (73), Ludwigshafen (66), Bernkastel-Wittlich (65), Zweibrücken (64), Cochem-Zell (57) und Neuwied (53). Für ganz Rheinland-Pfalz liegt der Wert bei 45,2.

Aktuell sind nunmehr 3610 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Als genesen stuften die Gesundheitsämter 10 753 Menschen ein. Die Zahl der Todesfälle blieb am Mittwoch unverändert bei 265.

Die Stadt Ludwigshafen gab am Mittwoch neue Corona-Regeln bekannt, auch in Mainz wurden die Bestimmungen weiter verschärft. In Ludwigshafen sind unter anderem eine Maskenpflicht an bestimmten Orten im öffentlichen Raum sowie eine Reduzierung der Höchstzahl von Personen bei Zusammenkünften im Freien und in geschlossenen Räumen geplant. Die Verschärfung der Regeln gehe mit mehr und strengeren Kontrollen einher, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD).

Unter den neu infizierten Menschen sind auch wieder verstärkt Bewohner von Altenpflegeheimen. In einer Einrichtung in Sörgenloch (Kreis Mainz-Bingen) wurden nach Angaben des Kreisgesundheitsamts vom Mittwoch bislang 32 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, unter ihnen 22 Bewohner. Alle Beschäftigten und Bewohner des Heims sollen in dieser Woche erneut getestet werden.

In Mainz, wo die Corona-Warn-Ampel seit dem 13. Oktober auf "Gefahrenstufe Rot" steht, sei die Lage weiter angespannt, erklärte die Stadt am Mittwoch. Es sei davon auszugehen, dass die Fallzahlen in den nächsten Tagen auf hohem Niveau blieben. Auf Vorschlag der Schulaufsicht und des Bildungsministeriums in der gemeinsamen Task-Force sei deswegen nach den Herbstferien die Einführung der Maskenpflicht an den Schulen auch für den Unterricht beschlossen worden. Außerdem wurde die Zahl der zugelassenen Teilnehmer bei Veranstaltungen im Freien von bisher 250 auf 100 verringert. Auch rief die Stadt zu einem Verzicht auf die traditionellen Martinsumzüge im November auf.

Zum Thema