BASF

Chemie BASF-Gewinnwarnung befeuert Furcht vor Konjunkturabschwung / Leitindex Dax fällt auf tiefsten Stand seit Ende Juni

Miese Stimmung an den Aktienmärkten

Ludwigshafen.Nachdem BASF ziemlich deutlich ihre Jahresprognose zusammengestrichen hat, ist beim deutschen Leitindex Dax Ernüchterung eingetreten. Die schlechten Nachrichten aus dem pfälzischen Ludwigshafen ließen bei vielen Anlegern die Wachstumssorgen hochkochen. Am späten Dienstagnachmittag verlor der Dax rund ein Prozent und hielt sich nur knapp über dem Niveau von 12 400 Punkten, dem tiefsten Stand seit Ende Juni. Der BASF-Kurs sackte um mehr als 3 Prozent ab. Der Chemiekonzern hatte wegen der sich eintrübenden Weltkonjunktur und andauernder Handelskonflikte für das laufende Geschäftsjahr eine pessimistischere Prognose veröffentlicht.

Ergebnis unter Druck

Der Umsatz werde 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen, teilte BASF am Montagabend mit. Bisher war ein Plus von ein bis fünf Prozent angepeilt worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen wird demnach um bis zu 30 Prozent unter Vorjahresniveau liegen. Ein Anstieg zwischen einem und zehn Prozent wurde eigentlich erwartet.

Am Ende Juni angekündigten Sparprogramm hält der Konzern fest. So sollen bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen wegfallen. Das sind knapp fünf Prozent der 122 000 Arbeitsplätze, die BASF global Ende 2018 ausgewiesen hatte. Ungefähr die Hälfte der Stellen soll in Deutschland eingespart werden, der überwiegende Teil am Heimatstandort Ludwigshafen. BASF ist kein Einzelfall, die deutsche Chemie- und Pharmabranche insgesamt leidet immer stärker unter Handelskonflikten und der eingetrübten Weltkonjunktur. Nach einem schwachen ersten Halbjahr rechne die Branche nur mit einer moderaten Belebung im Jahresverlauf, wie der Verband der Chemischen Industrie mitteilte.

Der Spezialchemiekonzern Lanxess zerstreute hingegen am Dienstag Befürchtungen um die Geschäftsaussichten und bestätigte seine Ergebnisprognose. 

Zum Thema