1899 Hoffenheim

Fußball Hoffenheims Trainer erwartet vom Rückkehrer, dass er bei der TSG eine Führungsrolle übernimmt

Schreuder nimmt Rudy in die Pflicht

Archivartikel

Walldorf.Bei Trainer Alfred Schreuder ist die Vorfreude „sehr groß“, bei Rückkehrer Sebastian Rudy gar „riesig“. Die TSG 1899 fiebert ihrem ersten Heimspiel in dieser Bundesliga-Saison entgegen. Ganz besonders gilt dies für den neuen niederländischen Chefcoach und für den 27-fachen Nationalspieler. „Ich kann es kaum erwarten. Wir wollen gegen Werder Bremen die ersten drei Punkte holen“, sagte Rudy, der die Kraichgauer 2017 gen FC Bayern München verlassen hatte und nach einem unglücklichen Jahr beim FC Schalke 04 nun seinen Chefcoach und die TSG-Fans überzeugen will.

Schreuder nahm den WM-Teilnehmer gleich mal in die Pflicht. „Für ihn ist es wichtig, dass er viele Spiele hintereinander macht“, erklärte der 46 Jahre alte Nachfolger von Julian Nagelsmann. „Ich sehe natürlich auch, dass er brutale Qualität hat, und hoffe, dass er den nächsten Schritt macht, um die Mannschaft zu führen.“

Selbstbewusster Samassékou

Im Mittelfeld ist die Konkurrenz allerdings groß. Da drängt auch Rekordtransfer Diadie Samassékou in die Startelf. Der Malier, für zwölf Millionen Euro Ablöse von RB Salzburg gekommen und beim 0:1 in Frankfurt mit einem Kurzeinsatz, gibt sich selbstbewusst: „Ich bin ein Gewinnertyp und hier, um so viel wie möglich zu gewinnen. Ich will möglichst viele Spiele machen, dem Team helfen und so hoch wie möglich in der Tabelle kommen.“ Schreuder ließ offen, ob Samassékou von Anfang an zum Einsatz kommt. „Grundsätzlich kann er spielen, aber wir haben natürlich mehrere gute Spieler. Für jeden Neuen ist es schwer, direkt in die Mannschaft reinzukommen“, sagte er. Samassékou mache es bis jetzt sehr gut.

Verzichten müssen die Hoffenheimer am Samstag (15.30 Uhr/Sky) erneut auf die Stammspieler Andrej Kramaric und Benjamin Hübner. Der kroatische WM-Zweite Kramaric hat schon seit Wochen Knieprobleme, Abwehrspieler Hübner eine Nackenprellung. Angeschlagen ist auch der Schweizer Steven Zuber (Fußprellung).

Nach der Auftaktniederlage bei der Eintracht stehen die TSG-Profis unter Zugzwang. „Wir haben zwar kein schlechtes Spiel gemacht, aber im Fußball zählt nun mal das Ergebnis. Das war in Frankfurt leider nicht gut. Aber es war das erste Spiel und wir haben am Samstag gleich die Chance, es besser zu machen“, sagte Rudy.

Vorfreude bei Rosen

Sportchef Alexander Rosen freut sich „wahnsinnig“ auf die Heimpremiere in Sinsheim, nachdem die Kraichgauer auch im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers auswärts ran mussten und dort im Elfmeterschießen gewannen. „Die Unterstützung in Würzburg und auch beim Bundesliga-Auftakt in Frankfurt war mit jeweils etwa 1500 Fans richtig stark. Und nun wollen wir mit unseren Zuschauern im Rücken zuhause eine begeisternde Partie abliefern, mit mutigem und offensivem Fußball“, kündigte Rosen an. dpa