Konzert - "Guano Apes" in der Frankfurter Batschkapp Reise in die frühe Schaffensphase

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Zum Abschluss ihrer "Proud like a God Tour 2017" machten die "Guano Apes" Station in der Frankfurter Batschkapp. Angeheizt wurde die Stimmung im Vorfeld durch Support Act "YugonaughtY". Eine halbe Stunde lang sorgte das Sextett mit rockig-serbokroatischen Songs für beste Stimmung im Publikum.

Die "Guano Apes" in der Frankfurter Batschkapp.

© Adam Haranghy
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Nach der Umbauphase präsentierte sich die Bühne dann im Stile eines Probenraumes, in dem für die vier Göttinger einmal alles begann. Und das mittlerweile vor unglaublichen zwei Jahrzehnten, denn die "Guano Apes" zelebrieren mit der aktuellen Tour auch den 20. Geburtstag ihres Debüt-Albums "Proud Like A God", mit dem sie 1997 erstmals größere Bühnen rockten.

Das Konzert beginnt vergleichsweise leise mit Songs wie "Maria" oder We Use The Pain". Als beim dritten Lied "Rain" dann die Wände des imaginären Proberaumes zur Seite rücken und Drummer Dennis Poschwatta hinter einem riesigen Schlagzeug auftaucht, geht es endlich mit gewohnter Apes-Power ans Werk.

Die Band um Sängerin Sandra Nasic präsentiert viele altbekannte Songs, teilweise in neuem Anstrich, aber auch neuere Titel oder Coverversionen von Eminems "Lose Yourself" oder Depeche Modes "Precious". Trotz der durchweg blendenden Stimmung in der Batschkapp lässt es sich nicht verleugnen, dass die Fans im Publikum die alten Songs deutlich intensiver feiern, als die neuen oder gecoverten.

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Auch wenn der teils moderne Anstrich von Klassikern wie "Open Your Eyes" vielleicht nicht nach aller Geschmack ist, so sind es doch diese altbekannten Songs, die die Stimmung in der Batschkapp zum Brodeln bringen. Während einer Verschnaufpause für Sängerin Sandra Nasic zeigen Henning Rümenapp an der Gitarre, Dennis Poschwatta am Schlagzeug und Stefan Ude am Bass mehr als eindrücklich, wie guter Alternativrock klingen muss. Das Publikum ist begeistert.

Was nun folgt, sind Songs, auf die eingefleischte "Guano Apes"-Fans wohl schon den ganzen Abend gewartet haben. Mit "Open Your Eyes" und dem bereits im Jahr 2000 gecoverten "Alphaville"-Song "Big In Japan" kocht die Stimmung in der Halle endgültig über und findet mit "Lord Of The Boards" seinen finalen Höhepunkt.

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Was bleibt zu sagen nach diesem Abend mit den Guano Apes in der Batschkapp Frankfurt? Nun, sicher ist, sie haben ihr Handwerk nicht verlernt.

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Was zurückbleibt sind Fans, deren Erwartung auf eine musikalische Zeitreise in die frühe Schaffensphase der "Guano Apes" vollumfänglich erfüllt wurde, und für die die Band ein Garant für grundsoliden Alternativrock sind. Anke Vogel