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Wohnortwechsel - Seriöse Firmen bieten in der Regel im Vorfeld eine Besichtigung an / Auch Siegel und Art des Kostenvoranschlags geben Hinweise auf Qualität

So erkennt man gute Umzugshelfer

Von 
Sabine Meuter
Lesedauer: 
Die wenigsten ziehen häufig um, daher fehlt es an eigenen Erfahrungen mit Umzugsfirmen. Gute Unternehmen wollen Möbel und Haushaltsgut in der Regel vor dem Auftrag sehen.

Düsseldorf/Hattersheim. Qualitätssiegel für Lebensmittel, Kosmetika oder Elektrogeräte sind üblich. Aber wussten Sie, dass sogar Umzugsfirmen sich von offiziellen Expertenstellen die Qualität ihrer Arbeit bestätigen lassen und Umziehende über diese Siegel leichter eine seriöse Firma mit transparenten Kosten finden?

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Ein Überblick, worauf man bei der Suche nach Umzugshelfern achten kann:

Die Siegel: Ein anerkanntes Siegel für Umzugsunternehmen ist das Zeichen des Bundesverbands Möbelspedition und Logistik (AMÖ). Zu den Zertifikationsvorgaben gehören eine gründliche und umfassende Beratung der Auftraggeber. Das daraufhin erstellte Angebot soll nachvollziehbar sein, die spätere Rechnung transparent. Während des Umzugs ist geschultes Personal im Einsatz, das sichere Geräte verwendet und umweltverträgliche Verpackungsmaterialien nutzt.

Ein weiterer Vorteil der AMÖ-Zertifizierung: Geht etwas kaputt, und Umziehende können sich mit einer vom Fachverband zertifizierten Firma nicht über den Ausgleich einigen, können sie die AMÖ-Schlichtungsstelle einbeziehen.

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Alternativ können sich Firmen eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001 von den verschiedenen Prüforganisationen geben lassen. Hier wird Wert auf Kundennähe, Service und Preistreue gelegt. Ein Fachbetrieb, der nach DIN ISO 14001 zertifiziert ist, zeichnet sich durch seine auf Mensch, Umwelt und Technik ausgerichtete Nachhaltigkeit aus.

Wer das Prüfsiegel der BG Verkehr trägt, hält betriebsintern Arbeits- und Gesundheitsschutz ein und sorgt für regelmäßige qualifizierende Maßnahmen der Mitarbeiter. Arbeitsmittel sind geprüft, selbst Bagatell- und „Beinahe“-Unfälle werden dokumentiert und ausgewertet.

Persönliche Beratung: Um einen Kostenvoranschlag erstellen zu können, müssen sich die Umzugsunternehmen ein Bild vor Ort verschaffen – auch das ist also ein Angebot, das gute Firmen bieten. „Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Firmenvertreter Raum für Raum durchgeht und alles schriftlich festhält“, rät Carolin Semmler von der Verbraucherzentrale NRW.

Detailliertes Angebot: „Es empfiehlt sich immer, mehrere Angebote einzuholen und die Konditionen miteinander zu vergleichen“, sagt Daniel Waldschik vom Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ). Aber wie erkennt man eigentlich ein gutes Angebot im Vergleich der Firmen?

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Im schriftlichen Kostenvoranschlag sollte man sämtliche Leistungen wiederfinden, die vor einem Umzug Stehende mit der Firma vereinbart haben. „Dazu zählt etwa das Aufstellen des Halteverbotsschilds vor dem Haus oder der Einsatz eines Außenlifts, falls dies erforderlich sein sollte. Oder etwa das Packmaterial“, zählt Carolin Semmler auf.

Vergleichen muss man hier oft die kleinsten Details, denn Firmen haben unterschiedliche Abrechnungsverfahren. Die einen kalkulieren nach Aufwand und Stunden, andere bieten einen Festpreis für den gesamten Umzug an. Aus Sicht von Verbraucherschützerin Semmler ist die Vereinbarung eines Festpreises empfehlenswert: „So sind Verbraucher, wenn es ums Zahlen geht, vor Überraschungen sicher, und es herrscht für beide Seiten Klarheit.“

Weitere Tipps: Achten Sie darauf, dass in dem schriftlichen Kostenvoranschlag die Mehrwertsteuer ausgewiesen ist. Und bevor Sie den Vertrag unterschreiben: Lesen Sie ihn genau durch, auch das Kleingedruckte.

Allein auf den Gesamtpreis sollte man sich am Ende aber laut den Experten nicht verlassen. Gut und zugleich super-günstig seien nicht immer miteinander in Einklang zu bringen, sagt Branchenexperte Waldschik. „Auch das Gefühl, ob man zu einer Firma Vertrauen hat, ist wichtig.“

Online-Informationen prüfen: Wer online nach Firmen für den Umzug sucht, kann oft schon an der Webseite erkennen, ob ein professionelles Unternehmen dahinter steckt. Etwa daran, dass es ein ordnungsgemäßes Impressum gibt. Dort sollten unter anderem eine Adresse, der Name eines Vertretungsberechtigten und eine E-Mail-Adresse stehen. „Ist auf der Seite kein Impressum zu finden, sollte man vorsichtig sein“ , sagt Verbraucherschützerin Semmler.

Aber: „Sich bitte nicht von optisch tollen Webseiten blenden lassen“, plädiert Daniel Waldschik vom Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ). Das sage nicht zwingend etwas über die Seriosität eines Unternehmens aus.

Haftung: Es kann natürlich vorkommen, dass beim Umzug etwas kaputtgeht. Die Firmen kommen für Schäden auf, die ihre Mitarbeiter verursachen. Die Grundhaftung durch das Umzugsunternehmen beträgt laut Paragraf 451e Handelsgesetzbuch 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut. Ist das Umzugsgut wertvoller, kann es sich unter Umständen lohnen, wenn die Umziehenden zusätzlich eine Transportversicherung abschließen. dpa

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