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KulTour

Breites Angebot trotz neuer Regeln: Märchenoper, Schillerpreis, Pogorelich, Neigel und mehr

Von 
Jörg-Peter Klotz und Georg Spindler und Martin Vögele
Lesedauer: 
Endlich auch live am Mannheimer Nationaltheater: Die Oper "Hänsel und Gretel" mit Jelena Kordić (Hänsel), Amelia Scicolone (Gretel). © Hans Jörg MIchel

Metropolregion. Die Verschärfung der Corona-Maßnahmen in der Nacht zum Mittwoch hat zwar zu einigen Terminverlegungen geführt. Die prominentesten Ausfälle kommen aus der Comedy: Kaya Yanar spielt nicht am Freitag im Rosengarten, sondern am 28. Juli. Auch das Duo Eure Mütter kommt erst am 19. Mai ins Capitol. Ein Fragezeichen steht dort noch hinter der ausverkauften Show von Ruhrpott-Komiker Markus Krebs am 1. Dezember. Trotzdem gibt es noch ein großes Angebot bei halber Besucherkapazität und 2Gplus. Das heißt, Zutritt bekommen nur Geimpfte oder Genesene, die einen tagesaktuellen und von Fachpersonal durchgeführten Corona-Test vorweisen können. Da die Testkapazitäten erst allmählich wieder hochgefahren werden, sollte man den Gang zum Stäbchen rechtzeitig disponieren. Unsere KulTour-Auswahl ist nach bestem Wissen und Gewissen auf dem neusten Stand und wird bei Bedarf aktualisiert. Trotzdem ist es ratsam, rechtzeitig noch einmal die Webseite des jeweiligen Veranstalters zu besuchen, um zu sehen, ob sich kurzfristig Änderungen ergeben haben.

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Live-Premiere von „Hänsel und Gretel“ im Opernhaus

Zwei Geschwister verirren sich im Wald und begegnen einer bösen Hexe: Der Ausgangspunkt für Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ könnte bekannter kaum sein. Regisseurin Victoria Steven stellt in ihrer Inszenierung, die - nachdem sie schon im Stream gezeigt worden war - am Sonntag, 28. November, 19 Uhr, im Opernhaus des Mannheimer Nationaltheater die Live-Premiere feiert, die Familiensituation der Besenbinders in den Mittelpunkt: Geldsorgen und Perspektivlosigkeit sind dort an der Tagesordnung, doch Hänsel und Gretel haben und Träume, die sie antreiben, das Elternhaus zu verlassen. Die Inszenierung für ein Publikum ab sechs Jahren ist in die zauberhaften Bildwelten der österreichischen Videokünstlerin Judith Selenko gebettet, die durch eine Mischung aus handgemachten Zeichnungen, Graffiti-Ästhetik, Collagentechnik und 3D-Animationen das Publikum zum Träumen einladen. Die sogenannte „White-Wall-Oper“ in der Kammermusikfassung von Nathan Lofton wird von Wolfram Koloseus dirigiert. Karten kosten zwischen zwölf und 44 Euro, ermäßigt zwischen 6,50 und 22,50 Euro. Karten: nationaltheater-mannheim.de. Infos zur Neuinszenierung von „Hänsel und Gretel“: alphabet-oper.de

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Zehn Plätze für Schillerpreis-Verleihung an Regie-Star Christian Petzold

Die beliebte Verleihung des Schillerpreises im Nationaltheater findet zwar in diesem Jahr pandemiebedingt nur auf Einladung statt. Trotzdem können zeh Leserinnen und Leser dabei sein, wenn Regisseur und Drehbuchautor Christian Petzold am Sonntag, 28. November 2021, 11 Uhr, die Auszeichnung erhält. Die Stadt stellt zehn Plätze bereit. Eine Anmeldung mit bis zu zwei Reservierungen ist bis Samstag, 27. November 2021, 14 Uhr per Email an veranstaltungenundprotokoll@mannheim.de möglich. Wichtig: Geben Sie bei Ihrer Anmeldung bitte unbedingt den vollständigen Namen sowie die Postanschrift von Ihnen und gegebenenfalls der Begleitperson für eine etwaige Kontaktdatennachverfolgung an. Es gilt 2Gplus. Idealerweise bucht man dafür samstagmittags einen Testtermin. An der Theaterkasse werden personalisierte Platzkarten hinterlegt. Für den m Einlass ist ein amtliches Ausweisdokument erforderlich. 

Nubya Garcia heizt in der Alten Feuerwache ein

Für Kurzentschlossene: Die von der Kritik gefeierte afrobritische Saxofonistin Nubya Garcia ist am Donnerstag, 25. November, 20 Uhr, zu Gast in der Alten Feuerwache. Die wird sie an diesem Abend mit tropischer Hitze erfüllen, integriert sie doch auch karibische Reggae-Rhythmen und Funk-Grooves in ihr feuriges Spiel. Es gibt laut Feuerwache auf jeden Fall noch Karten an der Abendkasse für 22 Euro. Info: altefeuerwache.com

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Ella & Louis: Beethoven mit Jazz und Rap, neues Projekt mit Stephanie Neigel

Thomas Siffling, Trompeter und Chef des Jazzclubs Ella & Louis, sieht vorerst  keine Auswirkungen der Maßnahmen-Verschärfung auf sein Programm. Eine etwas andere Beethoven-Hommage geht also wie geplant am Donnerstag, 25. November, 20 Uhr, im Mannheimer Jazzclub Ella & Louis über die Bühne. Keyboarder Roman Schuler präsentiert dort mit seiner Band und reichlich Elektronik das Programm „Roman Schuler plays BEATHoven“. Mit dabei ist der Heidelberger Rapper Toni-L. Das klingt spannend (Karten: 22 Euro, Abendkasse). Tags darauf ist die Sängerin Stephanie Neigel mit ihrem neuen Trio im Ella & Louis zu Gast. Die ehemalige Mannheimerin, auch bekannt durch die Band Les Brünettes, spielt mit exzellenten Mitmusikern: Daniel Stelter (Gitarre) und Tommy Baldu (Schlagzeug) (Karten: 24 Euro). Mehr: ellalouis.de

Ivo Pogorelich spielt im Rosengarten Chopin und Mendelssohn

Klavierlegende Ivo Pogorelich tritt am Donnerstag, 25. November, 20 Uhr, im Rahmen der Pro-Arte-Konzertreihe im Mannheimer Rosengarten auf. Begleitet vom Kammerorchester Basel spielt der Virtuose Mendelssohn (Ouvertüre „Das Märchen von der schönen Melusine“ op. 32 sowie die Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11) und Chopins Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21. Mit Letzterem blickt Pogorelich zugleich zurück auf den Beginn seiner Weltkarriere, als er sich beim Musikwettbewerb in Warschau 1980 gleichermaßen Chopin gewidmet hatte. Damals nannte ihn die Jurorin Martha Argerich ein „Genie“ und tobte vor Wut, als Pogorelich bereits nach der dritten Runde ausschied, notiert Pro Arte Konzerte. Karten kosten zwischen 59 und 89 Euro (plus Gebühr). Karten: pro-arte-konzerte-mannheim.de

Nichts zu lachen im Capitol: Krebs, Knop, Eure Mütter und Hoëcker auf 2022 verschoben

„Bitte nicht am Lumpi saugen!“ fordert das siebte Programm des Stuttgarter Comedy-Trios Euro Mütter, das am Sonntag, 28. November, 20 Uhr, im Mannheimer Capitol zu sehen sein sollte. a die Vorstellung aufgrund der neuen Corona-Regelungen überbucht ist, wird sie auf 19. Mai 2022 verschoben.  „Mut zur Lücke“ wollte Comedian Matze Knop  am Dienstag, 30. November, 20 Uhr, wird ein neuer Termin gesucht.  Ebenfalls aufgrund der Corona-Pandemie wurde der für Montag, 29. November, geplante Auftritt von Humorist Bernhard Hoëcker schon vor Verschärfung der Maßnahmen erneut verlegt – und zwar auf den 20. September 2022. Auch für den  Auftritt von Markus Krebs, der am Mittwoch, 1. Dezember, im Capitol gastieren wollte, wird ein neuer Termin gesucht. 

2. Akademiekonzert präsentiert Corbett-Uraufführung

Zum 2. Akademiekonzert 2022/22 lädt die Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim am Montag und Dienstag, 29. und 30. November, jeweils 20 Uhr, in den Mozartsaal im Mannheimer Rosengarten ein. Alexander Soddy, Generalmusikdirektor des Nationaltheaters, dirigiert, Solist ist Violinist Frank Peter Zimmermann. Das Publikum kann hierbei die Uraufführung von Sidney Corbetts (*1960) Werk „Violence and Longing“ – erleben - eine Auftragskomposition der Musikalischen Akademie. Außerdem werden Stücke von Béla Bartók (Rhapsodie Nr. 1), Bohuslav Martinů (Suite concertante) und Ludwig van Beethoven (Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60) aufgeführt. Tickets kosten je nach Kategorie zwischen 15 und 48 Euro (regulär), ermäßigt zwischen 15 und 36 Euro, mit Morgencard zwischen 15 und 42,30 Euro. Aufgrund der Kapazitätsbeschränkung auf 50 Prozent aller verfügbaren Plätze ist der Online-Ticketkauf ab sofort ausgesetzt. Restkarten können über die Geschäftsstelle der Musikalischen Akademie erworben werden (musikalische-akademie.de).

Festspiele Ludwigshafen zeigen „F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“
Eindringliches Gastspiel bei den Festspielen Ludwigshafen: Am Donnerstag, 25. November, 19.30 Uhr, wird am Theater im Pfalzbau Nikolaus Habjans und Simon Meusburgers Figurentheaterstück „F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“ gezeigt. Regisseur Meusburger setzt sich dabei intensiv mit der bedrückenden Biographie Friedrich Zawrels auseinander - Überlebender des Kinder-Euthanasie-Programms während der Zeit des Nationalsozialismus. Karten kosten 24, ermäßigt 14 Euro. Ein Georg-Kreisler-Liederabend, gleichfalls mit Nikolaus Habjan sowie der Musicbanda Franui Österreich, findet einen Tag später, 26. November, 19.30 Uhr, unter dem Titel „Alles nicht wahr“ auf der Kleinen Bühne statt (31, ermäßigt 23 Euro). Bei „Retrospectrum 1“ interpretiert der 50-jährige Choreograph und Tänzer Tomi Paasonen am Sonntag, 28. November, 20 Uhr, erstmals sein Werk auf der Theaterbühne und widmet sich dabei der kinetischen Energie und ästhetischen Aspekten der Choreographie (19/elf Euro). Infos: theater-im-pfalzbau.de 
Trailer „Alles nicht wahr“:


Theater Felina-Areal zeigt zwei Premieren – eine davon online

Gleich zwei Stücke sollten am kommenden Samstag, 27. November, am Mannheimer Theater Felina-Areal ihre Premiere feiern: So führen um 17 Uhr zunächst Studierende der Theaterakademie Mannheim „Die Schneekönigin“ nach dem Märchen von Hans Christian Andersen auf, die Regie hat hierbei die Theaterakademie-Leiterin Silvana Kraka inne. Der Eintritt für das Schauspiel ab vier Jahren kostet zwölf Euro, für Kinder acht Euro. Informationen zu Sondervorstellungen für Kindergärten, Grundschulen, Horte gibt es unter der Rufnummer 0621/1247245 oder per E-Mail an office@theaterakademie-mannheim.de. Mit „die krankheit wunder“ wird wenig später, am 27. November um 20 Uhr, ein Gedichtzyklus der italienischen Lyrikerin Roberta Dapunt über das Leben mit einer dementen Frau uraufgeführt – pandemiebedingt aber nur digital. Die Live-Premiere wird auf 2022 verschoben. Im Zentrum der 50 Gedichte steht die Krankheit von Dapunts Schwiegermutter - die große Tragödie des Verschwindens oder Verdämmerns eines Menschen und der Schmerz der Angehörigen, die diesem Verschwinden zusehen und begleiten. Regisseur Rainer Escher inszeniert „die krankheit wunder“ mit Elisabeth Auer und Hedwig Franke. Die Online-Vorstellungen sind am 27. Und 28. November sowie am 7. Und 8. Dezember. Karten und Infos unter  theater-felina.de oder allgemein über Telefon 0621/3364886 (Anrufbeantworter) reserviert werden.

Kabarettist Werner Koczwara in Mannheimer Klapsmühl' zu Gast

Das ist doch eine schöne Nachricht in schweren Zeiten: „Mein Schaden hat kein Gehirn genommen“ titelt das Programm, das der Humorist Werner Koczwara am Samstag, 27. November, 20 Uhr, in der Mannheimer Klapsmühl' am Rathaus präsentiert. Er bietet Kabarett über das Hirn, „unser einerseits geniales und gleichzeitig komplett idiotisches Zentralorgan“. Der Eintritt dazu kostet 22 Euro, telefonische Kartenreservierung unter 0621/22488. Der Auftritt von Till Reiners, geplant für den 25. November, muss nach Klapsmühl'-Informationen dagegen leider auf einen späteren Termin verschoben werden. Mehr: klapsmuehl.eu

Erfolgs-DJ Felix Jaehn kommt in Heidelberger Halle 02
Der erfolgreiche Elektronik-Künstler Felix Jaehn („Ain’t Nobody (Loves Me Better)“, „Stimme“, Bonfire“) macht auf seiner „Breathe Club Tour“ am Samstag, 27. November, 20 Uhr, in der Heidelberg Halle 02 Station. Mit im Gepäck hat der DJ und Produzent dabei sein neues Album „Breathe“. Karten kosten online 30 Euro (plus Gebühr). Veranstaltungen in der Warnstufe und in der Alarmstufe sind nur unter der 2Gplus-Regelung und mit Maskenpflicht möglich, teilt die Halle 02 in ihren Regeln für Indoor-Veranstaltungen mit. 2Gplus bedeutet: Zutritt nur für Gäste, die vollständig geimpft (seit mindestens 15 Tagen) oder genesen (seit maximal sechs Monaten) sind. Dazu kommt ein tagesaktueller Antigen-Test, durchgeführt von Fachpersonal. Info: www.halle02.de

Theaterhaus G7 befasst sich mit dem Thema Tod

Die vierte und abschließende Veranstaltung der Reihe „Sprechlabor“ am Mannheimer Theaterhaus G7, die sich mit dem Reden in Extremsituationen befasst, setzt sich am Samstag, 27. November, 19 Uhr, mit dem Thema Tod auseinander, präziser: mit dem Gespräch darüber, dem Reden mit Sterbenden und Trauernden. Im „Labor für Auflösung und Trost“ verschränken sich dann Gespräch und künstlerische Arbeit: Cassandra Yousef (Bestatterin) und Thomas Grün (Hospiz- und Krankenhausseelsorger) sprechen dort über das „Reden am Ende des Lebens“ - inmitten der multimedialen Installation „Insel namens Zirkel“ von Philippe Mainz Platz. Karten kosten nach Solidaritätssystem zwischen fünf und 20 Euro. Mehr: tig7.de

Erwin Ditzner vertont live Stummfilm
Einen „Instant“-Stummfilmabend zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland bestreitet Ausnahmeschlagzeuger Erwin Ditzner am Freitag, 26. November, 20 Uhr, zusammen mit Tastenkünstler Apollonio Maiello im Ludwigshafener Kulturzentrum dasHaus. Das Thema der Veranstaltung im Rahmen von Ditzners „Kino Roulette“: „Entfesselte Emotionen - Welterfolge jüdischer Filmschaffender in Deutschland“. Das Publikum kann vor Ort wählen, ob Robert Wienes „Das Cabinet des Dr. Caligari“ oder „Varieté“ von E.A. Dupont live vertont werden soll. Tickets kosten im Vorverkauf zwölf Euro (plus Gebühr) an der Abendkasse 15 Euro. Online gibt es sie für 14,20 Euro (plus Gebühr, hier gibt es die  Karten).

Junger Jazz aus Mannheim

Die Jazz-Bassistin Henriette Thorun studiert bei Robert Landfermann an der  Musikhochschule Mannheim. Am Dienstag, 30. November, 20 Uhr, steht sie auf Einladung der IG Jazz in der Mannheimer Klapsmühl‘ am Rathaus auf der Bühne. Sie stellt bei diesem Auftritt ihr neues Quartett vor (Eintritt: 18,60 Euro).  Mehr: ig-jazz.de

Edwin Rosen und Bohren & Der Club Of Gore spielen im Karlstorbahnhof

Bereits ausverkauft ist das Konzert von Post-Punk-/New-Wave-Musiker Edwin Rosen, das am Samstag, 27. November, im Rahmen des Queer Festivals im Heidelberger Karlstorbahnhof definitiv stattfindet, wie das Kulturhaus am Donnerstag auf Anfrage bestätigte. Das gilt auch für die ebenfalls ausverkaufte Enjoy-Jazz-Zugabe mit Bohren & Der Club Of Gore. Mehr: karlstorbahnhof.de

Kammermusik-Konzert in Reiss-Engelhorn-Museen

Das Kammermusik-Konzert des Minguet Quartett präsentiert am Mittwoch, 1. Dezember, um 20 Uhr in den Reiss-Engelhorn-Museen, fällt aus, wie die Veranstalter vom Verein  Kammermusik Mannheim mitteilen. Mehr: www.rem-mannheim.de

Kurpfälzisches Kammerorchester nicht  im Hambacher Schloss

Das  Winterkonzert des Kurpfälzischen Kammerorchesters am Sonntag, 28. November, um 11 Uhr iim  Festsaal des Hambacher Schlosses in Neustadt an der Weinstraße wurde abgesagt. Mehr: kko.de

 

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