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Mozartfest - Schweigeminute für Opfer der Messerattacke vor Konzert des Moka Efti Orchestra

Würzburger Mozartfest: Im Geist der goldenen Zwanziger

Von 
Diana Seufert
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Ins Berlin der goldenen Zwanziger entführte das Moka Efti Orchestra zum Abschluss des Würzburger Mozartfests. © Seufert

Würzburg. Eine Schweigeminute für die Opfer der Messerattacke: Das Konzert mit dem Moka Efti Orchestra am Sonntag im Vogel Convention Center in Würzburg steht unter dem Eindruck der Gewalttat. Und es ist der besondere Abschluss einer denkwürdigen Mozartfest-Saison. Ein Jubiläum „100 Jahre Mozartfest“ unter Pandemie-Bedingungen, bei dem rund 80 Konzerte und Veranstaltungen trotzdem so etwas wie Normalität zu verströmen versuchten.

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Mozartfest-Intendantin Evelyn Meining und Oberbürgermeister Christian Schuchardt drücken ihre Anteilnahme aus. Schuchardt ist überzeugt, dass man angemessen mit der Tragödie umgehe und ein Signal einer friedfertigen und menschenfreundlichen Stadt sendet. „Wir geben Menschen unterschiedlicher Herkunft eine Heimat. Der Einsatz dafür ist demokratisch.“

Der Oberbürgermeister verbindet das Bekenntnis zu Freiheit, Demokratie und Empathie auch mit dem Mozartfest. „Wir sind ziemlich stolz, was hier organisiert und umgesetzt wurde“, zollte er ein großes Lob.

Mit einem mitreißenden Konzert klingt das Festival aus. Und dabei steht eine etwas andere musikalische Facette im Mittelpunkt: die Musik der Gründungszeit des Mozartfests. Das Moka Efti Orchestra nimmt die Zuhörer mit auf eine klangvolle Reise in die Welt der Berliner Unterhaltungspaläste der 1920er Jahre und verströmt ein Lebensgefühl wie im Moka Efti Cafe.

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Das 14-köpfige Ensemble um Komponist Nikko Weidemann, dem Saxofonisten und Arrangeur Sebastian Borkowski sowie Sängerin Severija Januauskaite sorgt mit Bigband-Musik, Blue, Ragtime und so mancher Ballade für einen musikalischen Abend der Extraklasse. Dass die Band neun Monate nicht aufgetreten war, spürt man nach den ersten Songs nicht mehr. Mit dem Titellied „Zu Asche, zu Staub“ der Serie „Babylon Berlin“ haucht die Band den Geist der Zeit in die Halle.

Arrangements mit Kompositionen von Paul Linke, eine Hommage an Friedrich Holländer oder auch „Surabaya Johnny“ als spannende Bert-Brecht-Kurt-Weill-Einlage lassen die Zuhörer in ganz andere musikalische Welten abtauchen. Mit langem Applaus, dem zwei Zugaben folgten, dankt das Publikum für den tollen Abend. Diana Seufert

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz

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