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Schwetzinger Festspiele

Wie ein Melodram den Sog von Medeas Kindermord entwickelt

Von 
Stefan M. Dettlinger
Lesedauer: 

In den schrecklichsten Momenten dieses Abends trifft der harte filmische Realismus des gesprochenen Wortes auf die kommentierende, eher galante und empfindsame Musik Georg Anton Bendas. Das tut mitunter weh, weil man sich emotional in zwei Jahrhunderte aufteilen muss: ins 18. und ins 21.

Die Geschichte der „Medea“ verhandelt Benda mit diesem Melodram von 1775. Benda gilt als der

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