Bayreuther Festspiele - Sorge um Leiterin hält an Wagner noch Monate krank

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dpa
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Die Bayreuther Festspiel-Chefin Katharina Wagner (42, Bild) wird noch Monate brauchen, bis sie wieder gesund ist. Sie sei „nach wie vor schwer erkrankt, befindet sich aber inzwischen auf dem Wege der Stabilisierung“, teilten die Festspiele mit. „Der Genesungsprozess wird noch Monate in Anspruch nehmen.“ Vor rund vier Wochen war bekannt geworden, dass Wagner ihr Amt „bis auf Weiteres“ aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben kann. Woran sie leidet, wurde nicht bekannt.

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Die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner (1813-1883) und Tochter des langjährigen Festspiel-Chefs Wolfgang Wagner hatte die Festspielleitung im Jahr 2008 gemeinsam mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier übernommen, seit 2015 ist sie alleinige Chefin. Für die Zeit der Erkrankung wurde der ehemalige kaufmännische Geschäftsführer, Heinz-Dieter Sense, als ihr kommissarischer Vertreter eingesetzt. Am Montag hatten die Festspiele mitgeteilt, sich von ihrem kaufmännischen Geschäftsführer Holger von Berg trennen und seinen im April 2021 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Offen ist auch, wie es mit Musikdirektor Christian Thielemann weiter geht, dessen Vertrag im Herbst ausläuft. Festspielsprecher Hubertus Herrmann hatte am Montag mitgeteilt, Wagner habe vor ihrer Erkrankung Verhandlungen mit Thielemann aufgenommen. Sie sollen fortgesetzt werden, wenn sie wieder gesund ist. dpa