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Benefizkonzert - Das Vocal-Quintett sub 5 und das Jazz-Trio Krajenski-Kraef-Gall trafen im Würzburger VCC aufeinander

Musikalische Überraschungen im Gepäck

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dib
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Eine ungewöhnliche, aber sehr hörenswerte Mischung: das Vocal-Quintett sub5 und die Jazzer von Lutz Krajenski (Hammond-Orgel), Ben Kraeft (Saxophon) und Schlagzeuger Tobias Backhaus. © Seufert

Es war eine nicht alltägliche Kombination, die die Gäste des Benefizkonzerts der Würzburger Druck- und Medienhäuser im VCC erlebten: Das Vocal-Quintett sub5 traf auf das Jazz-Trio Krajenski-Kraef-Gall. Herausgekommen ist ein ungewöhnlicher Konzertabend, der so einige musikalische Überraschungen bot. Zum 15. Mal gab es einen grandiosen Musikgenuss, der einen perfekten Schlusspunkt hinter diese außergewöhnliche Eventreihe setzte.

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Ein biederes a-Capella-Ensemble, das „ganz brav“ seine Lieder singt, sind sub5 keineswegs. Die drei stimmgewaltigen Frauen und die beiden Männer sorgten schon zu Beginn des Konzerts für Gänsehaut-Feeling. Die mehr als 200 Jahre alte bekannte Volksweise „Wenn ich ein Vöglein wär“ erklang mit afrikanischen Elementen kombiniert und stimmte die Zuhörer perfekt ein auf einen Abend, bei dem Musik sich nicht in Stilrichtungen und Schubladen pressen ließ, sondern Gegensätze und Grenzen auslotete und Gemeinsamkeiten fand. Das Vocal-Quintett, ausgebildet an der Musikhochschule in Hannover, beherrschte als fulminanter Klangkörper die Bühne. Und die fünf hatten einige ungewöhnlichen Arrangements im Gepäck, fanden fließende Übergänge von Pop, Soul oder Swing – oder auch mit „Die Gedanken sind frei“ zu einem weiteren Volkslied.

Für Jazz- und Blues-Töne war vor allem das Trio Krajenski-Kraef-Gall zuständig, auch wenn Schlagzeuger Peter Gall kurzfristig durch Tobias Backhaus ersetzt werden musste. Dem Sound des Abends tat dies keinen Abbruch. Lutz Krajenski an der Hammond-Orgel aus dem Jahr 1957, der schon bei Roger Cicero in die Tasten gehauen hatte, lieferte mit dem elektro-mechanischen Musikinstrument nicht nur einen grandiosen Klangteppich, sondern setzte ein Highlight nach dem nächsten. Mit mitreißendem Soli wusste auch Saxophonist Ben Kraef immer wieder das Publikum zu begeistern. Ob Eric Satie, Bach oder Beethoven: Das Jazz-Trio nahm mit auf eine musikalische Reise vom Feinsten quer durch die Jahrhunderte. Und natürlich standen sub5 und Krajenski-Kraef-Backhaus auch gemeinsam auf der Bühne. Klangintensiv und zum Hinschmelzen schön war ihre Interpretation des John-Legend-Klassikers „All of me“. Im frappierenden Gegensatz, aber nicht weniger ausdrucksstark „Ramble on“ von Led Zeppelin. „Krass wie die singen können“, hatten die Sänger schnell die Bewunderung der Musiker. Dabei harmonierten Vokalisten und Jazzer perfekt, die Nervosität nach der Corona-Pause war schnell verflogen. Stattdessen sprühten alle vor Spaß und Begeisterung an Rhythmus und Musik.

Mit einem einzigartigen Sound sollte nach zehn Klassik-Abenden und fünf Cross-over-Konzerten nun Schluss sein mit den Benefizkonzerten. Insgesamt seien in den 15 Jahren rund 770 000 Euro an Spenden zusammen gekommen, freuten sich die Vertreter der Druck- und Medienhäuser. Die vier Organisatoren Gunter Schunk, Klaus Mapara, David Brandstätter und Claus Bolza-Schünemann erhielten von Würzburgs OB Christian Schuchardt für ihr Engagement den „Tanzenden Schäfer.“

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Freuen dürfen sich auch „Willkommen mit Musik“ als integrative und inklusive Musikschule und das Projekt für nachhaltiges Wirtschaften, „Zukunftshaus Würzburg“. Sie erhielten in diesem Jahr eine Zuwendung, ebenso der Universitätsverbund für ein Projekt in Sachen E-Commerce. dib

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