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Rock im Park - Selbst der Wettergott scheint ein Rocker zu sein. Ausgelassene Stimmung bei der Wiederaufnahme des Festivals

69 Bands heizten 75 000 Parkrockern ein

Von 
Harald Fingerhut
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Das Rad dreht sich wieder: Nasch zwei Jahren Corona bedingter Pause steppte an Pfingsten auf dem Nürnberger Zeppelinfeld wieder der Bär. Auch „Volbeats“ Gitarrist Rob Caggiano ließ es ordentlich krachen. © Denise Fingerhut

Nach zwei Jahren Pause dreht sich das Riesenrad des Festival-Rummels endlich wieder. Rock im Park und Rock am Ring zünden an Pfingsten ein fulminantes musikalisches Feuerwerk, das kaum Wünsche offenlässt. Bei Rock im Park in Nürnberg feiern 75 000 Parkrocker eine ausgelassene Fete. An den drei Festival-Tagen sorgen 69 Bands auf drei Bühnen mit zum Teil furiosen Auftritten dafür, dass das Stimmungslevel stets oben bleibt. Selbst der Wettergott hat ein Einsehen und spielt zumeist mit. Entgegen der Vorhersagen bleibt es weitgehend trocken.

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Vor allem Freitag und Sonntag sollten heftige Regenschauer bis unwetterartige Gewitter über das Festival-Gelände ziehen. Doch es kommt anders. Am Freitag müssen zwar die „Beatsteaks“ ihren Auftritt um einige Minuten verschieben, und bei „Volbeat“ schüttet es eine halbe Stunde kräftig, doch über weite Strecken bleibt es warm und trocken. Genau das richtige Wetter, um ein Festival in vollen Zügen genießen zu können.

Doch nicht nur das Wetter sorgt für gute Laune, vor allem auch die Shows der Bands und das breitgefächerte musikalische Programm sind Garanten für bestes Open-Air-Feeling. Schon in den frühen Nachmittagsstunden singt das Musikvolk die Hits ihrer „Helden“ inbrünstig mit. Irgendwie ist zu spüren, dass es vor allem natürlich die Jugendlichen unter dem äußerst gemischten Publikum genießen, wieder gemeinsam mit anderen Party zu machen. Und so ist es auch kein Wunder, dass der Park so dicht bevölkert ist, wie lange nicht mehr. Menschenmassen so weit das Auge reicht.

Der musikalische XXL-Gemischtwarenladen ist gut bestückt, wenn auch das größte Sortiment der härtere Rock ist. Vor allem am Freitag kommen die „Hartwürste“ voll auf ihre Kosten. Sowohl auf der großen als auch auf der mittleren Bühne wird kräftig gerockt. Selbst „Parkway Drive“ reklamieren für sich, eine Metal-Band zu sein, und belegen dies mit einem Metallica-Cover. Es scheint fast so, als wollten die Bands mit ihrem Soundgewitter Blitz und Donner fernhalten. Als Headliner verzücken sowohl „Volbeat“ mit ihrem Rockabilly-Metal als auch „Billy Talent“ mit hartem Punkrock die Massen.

Am zweiten Tag kommen auch die dem Rave und HipHop eher zugeneigten, tanzwütigen Fans auf ihre Kosten. Auf der Mandora-Bühne (Früher Alterna-Bühne) wird der Kontrapunkt, mit „Scooter“ als krönenden Abschluss, zum rockigen Treiben auf der Utopia-Bühne (früher Zeppelin-Bühne) gesetzt.

Angeführt von den Party-Punks „Green Day“ gibt es bei vorzüglichem Sound mit „Broilers“ und „The Offspring“ auch gehörig was auf die Ohren. Und natürlich sind alle gespannt auf die Senkrechtstarter „Maneskin“. Sie werden den Vorschusslorbeeren gerecht. Sänger Damiano David entert mit Ziggy-Stardust-Gedächtnis-Stiefeln die Bühne und rotzt mit seiner Band Mucke zwischen Glam-Rock und frühen Darkness raus.

Am Sonntag gibt es mit „Muse“ die große Rockshow: futuristisch und opulent. Und die Briten haben an Härtegraden deutlich zugelegt.

Genauso kunterbunt wie das musikalische Geschehen auf ist auch das vor der Bühne. Es tummelt sich ein äußerst diverses, friedliches Multi-Kulti-Völkchen im Park.

Um es mit Waynes Worten zu sagen: „Party on“.

Redaktion Stellvertretender Redaktionsleiter der Main-Tauber-Kreis-Redaktion, Schwerpunkte auf den Kommunen Königheim und Tauberbischofsheim.

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