Hilfe für die Menschen in Indien

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Deutschland hat Beatmungsgeräte und Helfer nach Indien geschickt. Foto: Thorsten Weber/Bundeswehr/dpa © Thorsten Weber/Bundeswehr/dpa

Sonst fliegt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel schon mal mit diesem Flugzeug. Dieses Mal aber hatte der Flieger anderes an Bord: mehr als 100 Beatmungsgeräte zum Beispiel sowie Sanitäterinnen und Sanitäter der Bundeswehr. Die Fachleute und die Geräte wurden nach Indien gebracht. Das große Land liegt in Asien. Um dort hinzukommen, braucht das Flugzeug etwa acht Stunden.

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Die weite Reise hat ein wichtiges Ziel. Denn Indien ist gerade besonders hart vom Coronavirus betroffen. Täglich stecken sich mehrere Hunderttausend Menschen mit dem Virus an. Manche davon erkranken so schwer, dass sie sterben. Deutschland und andere Staaten haben deswegen beschlossen, Indien zu helfen.

Zu den hohen Zahlen muss man wissen: Indien hat viel mehr Einwohner als Deutschland. Bei uns sind es gut 80 Millionen. In Indien leben rund 1,3 Milliarden. Die Corona-Zahlen sind also auch deswegen höher als in Deutschland. Dazu kommt: In Indien schaffen es seit einiger Zeit viele Krankenhäuser nicht mehr, alle Kranken zu versorgen. Es gibt oft nicht genug Betten und Mitarbeiter. Auch Medikamente, wichtige Geräte und andere Mittel wie Sauerstoff fehlen.

Experten sagen, für die Lage in Indien gibt es mehrere Gründe. Viele Menschen hätten gedacht, dass Indien das Schlimmste schon hinter sich hätte. Deshalb wären Corona-Regeln nicht mehr so streng eingehalten worden. Außerdem könnten bestimmte Varianten des Coronavirus in Indien dazu beitragen, dass sich mehr Menschen anstecken.

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Deshalb ist es nun wichtig, dass Indien schnell Hilfe bekommt. Neben den Beatmungsgeräten soll in den nächsten Tagen auch eine besondere Maschine von Deutschland nach Indien geflogen werden. Sie macht Luft zu medizinischem Sauerstoff. Mit dem Sauerstoff können dann Kranke versorgt werden, die schlecht Luft bekommen.