Hauben auf Kirchtürmen

Von 
Fränky
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In Russland stehen viele Gebäude mit einem Zwiebelturm. Aber auch im Süden von Deutschland sieht man so manche bauchige Kugel auf Kirchen. Sie heißen Welsche Hauben und sehen ähnlich aus wie die russischen Türme – nur ohne Farbe.

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Die Ähnlichkeit ist kein Zufall: Die Kirchen-Baumeister in Süddeutschland hatten vor langer Zeit einen bauchigen Kirchturm in Venedig in Italien als Vorbild. Und die Baumeister in Venedig hatten ihre Ideen aus Byzanz – der Gegend, aus der die frühen russischen Baumeister kamen.

In München steht zum Beispiel die Frauenkirche mit gleich zwei Welschen Hauben.

Die größte Welsche Haube vielleicht von ganz Europa trägt der Martinsturm in Bregenz in Österreich. Die Haube ist mit Laterne 16,5 Meter hoch. Also höher als ein Haus mit fünf Stockwerken!

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Später nutzte der Künstler Friedensreich Hundertwasser diese Turmform häufig. Er dachte sich viele Häuser mit Zwiebeltürmen aus. In der Stadt Frankfurt zum Beispiel gibt es von ihm einen Kindergarten. Der hat ein goldenes Dach in Zwiebelform.