Das Klima schützen auf dem Teller

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Das sieht doch lecker aus, so ein Brot ohne Fleisch aber mit Blümchen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Die Wurst auf deinem Brot und das Klima auf der Erde: Das klingt jetzt vielleicht erst mal wie ein ziemlich schräges Paar. Doch tatsächlich haben beide eine Menge miteinander zu tun!

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Um Fleisch und Wurst zu produzieren, werden Nutztiere gehalten, etwa Rinder, Schweine und Hühner. Dabei entstehen Gase, die unserem Klima schaden. Die Gase werden häufig Treibhausgase genannt. Denn ist zu viel davon in der Luft, erhitzt die Erde wie ein Treibhaus.

Durch unsere Ernährung entstehen schnell viele Treibhausgase: Denn immerhin essen wir in Deutschland umgerechnet auf jeden von uns 817 Gramm Fleisch pro Woche. Das kommt zum Beispiel so zusammen: täglich Wurst aufs Brot, Hackbällchen in der Tomatensoße Hühnchenbrust und Grillwürste am Wochenende.

Die Naturschutz-Organisation WWF hat nun gerechnet: Was würde passieren, wenn nur noch die Hälfte Fleisch gegessen würde? Das Ergebnis: So könnten etwa ein Viertel der schädlichen Treibhausgase eingespart werden, die durch die Ernährung verursacht werden! Außerdem bräuchte man weniger Platz für die Landwirtschaft. Denn man müsste nicht mehr so viele Pflanzen als Tierfutter anbauen.

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Damit das klappen kann, schlägt der WWF vor: Es sollten viel öfter Gerichte ohne Fleisch angeboten werden, zum Beispiel in Schul-Kantinen. «Wer Fleisch möchte, kreuzt das extra an», schlägt eine Mitarbeiterin der Organisation vor. Außerdem solle die Politik zum Beispiel Fleisch aus Massentierhaltung teurer machen.

Übrigens: Schon vergangenes Jahr aßen die Menschen in Deutschland etwas weniger Fleisch. Allerdings waren es für das ganze Jahr nur 750 Gramm weniger pro Person. Umweltschützer meinen daher: Wer das Klima schützen will, sollte noch öfter etwas anderes auf den Teller legen als Fleisch.

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