Würzburg

Wegen der Corona-Pandemie Für September geplante Großveranstaltung findet aus Sicherheitsgründen nicht statt

Würzburger Stadtfest abgesagt

Würzburg.Das für September geplante Würzburger Stadtfest ist für dieses Jahr abgesagt. Aufgrund der aktuellen Lage im Hinblick auf die Corona-Pandemie zogen die Verantwortlichen nun die Reißleine.

„Dass es in Würzburg in diesem Jahr kein „normales“ Stadtfest geben kann, mit zahlreichen Bühnen, über 250 Ständen, 500 beteiligten Unternehmen und bis zu 200 000 Besuchern – das dürfte nach der Absage des Oktoberfests in München den meisten bewusst geworden sein“, so Wolfgang Weier, Geschäftsführer Stadtmarketing von „Würzburg macht Spaß“, in einer Presseerklärung vom Montag. Ähnlich wie in München habe man zuletzt die Idee eines ,Stadtfest light‘ diskutiert. Diese aber nun auch verworfen.

Keine leichte Entscheidung

„Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. So hätte ein Stadtfest für die Besucher – auch ohne große Bühnen und mit entzerrten Ständen – in diesem Jahr sicher ein Signal auf dem Weg hin zu einer Art der ,neuen Normalität‘ setzen können. Und für die Unternehmen wäre es geeignet gewesen, um zusätzliche Umsätze zu generieren und die während des Corona-Lockdowns aufgelaufenen Einbußen zu mildern.“

Nach reiflicher interner Diskussion sei aber die Entscheidung gefallen, auf die Ausrichtung des 32. Stadtfests in Würzburg zu verzichten: „Zum einen möchten wir bei den beteiligten Unternehmen keine Hoffnungen wecken. Denn wir müssen damit rechnen, dass das Verbot von Großveranstaltungen, das bisher bundesweit bis zum 31. August gilt, in den September hinein ausgedehnt wird. Es wäre unserer Ansicht nach nicht seriös, von nun an mit aller Kraft auf eine Großveranstaltung hinzuarbeiten, die dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit doch nicht stattfinden kann. Zum anderen – und das ist noch viel wichtiger – ist das Risiko zu hoch, dass es – selbst bei einem ,Stadtfest light‘ – aufgrund des auch hier vermutlich deutlich erhöhten Besucheraufkommens von weit über unsere Region hinaus zu einem verstärkten Infektionsrisiko kommen würde. Wir können und wollen nicht verantworten, dass wir mit der Durchführung unseres Stadtfests möglicherweise dazu beitragen, dass Würzburg ein weiteres Mal zu einem unterfränkischen Corona-Hotspot wird.“

Es ist im Übrigen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA das zweite Mal, dass ein Stadtfest in Würzburg nicht stattfinden kann.