Würzburg

Leserbrief Zu „Trump klammert sich...“ (FN 11. November)

Weiter Spannung angesagt

Archivartikel

Während Trump sich noch immer als schlechter Verlierer gibt, tritt neben der entschiedenen US-Präsidentenwahl ein weiteres nicht minder wichtiges Ereignis etwas in den Hintergrund: die US-Senatswahlen.

Auch hier wäre es vorteilhaft, zumindest ein Patt zu erreichen. Hierzu wäre es nötig, dass die Demokraten die Senatswahlen in Georgia gewinnen. Dort erhielt kein Kandidat am 3. November 50 Prozent der Stimmen, so dass im Januar eine Stichwahl vonnöten wird. Behalten die Demokraten die Oberhand, wäre ein Patt von 50:50-Senatoren gegeben, wobei dann die künftige US-Vizepräsidentin Kamala Harris das Zünglein an der Waage zugunsten der Demokraten bei Entscheidungen spielen würde. So könnten die Demokraten, die schon die Mehrheit im zweiten Gremium des Kongresses, dem Repräsentantenhaus, haben, „durchregieren“ und nicht mehr bange sein, dass die Republikaner ihre Gesetzesvorlagen blockieren. Andernfalls spräche man wohl über die Regierung von einer „lame duck“. Somit ist also bis Januar noch Spannung angesagt.