Würzburg

Europäischer Nierenverband Würzburger Nephrologe Christoph Wanner für drei Jahre Präsident

„Weg gestalten und ausrichten“

Würzburg.Christoph Wanner gestaltet in den nächsten drei Jahren den Weg der europäischen nephrologischen Fachgesellschaft ERA-EDTA.

Mit dem virtuellen Kongress der „Europäischen Gesellschaft für Nephrologie“ (ERA-EDTA – European Renal Association, European Dialysis and Transplant Association) hat die Amtszeit von Prof. Dr. Christoph Wanner als Präsident begonnen.

Neue Position

Das Universitätsklinikum Würzburg gratulierte dem Leiter der Nephrologie in der Medizinischen Klinik und Poliklinik I zu dieser neuen Position.

Die Ziele der Europäischen Gesellschaft für Neprologie, die ihren Sitz in London hat, sind die Weiterentwicklung der medizinischen Wissenschaft durch Förderung grundlegender und klinischer Fortschritte auf dem Gebiet der Nephrologie, Dialyse, Nierentransplantation, Hypertonie und verwandten Themen. Dazu sollen die Ausbildung und die berufliche Weiterentwicklung gefördert werden, ebenso wie die ambitionierte Kooperationen zwischen europäischen Forschern.

Virtuelle Weiterbildung

„Das Interessante an der Aufgabe ist, den Weg des Europäischen Nierenverbandes für die nächsten drei Jahre zu gestalten und auszurichten“, sagt Christoph Wanner.

„Wer ist schon ein vollkommener Visionär“, fährt Wanner fort, „aber im Moment sehe ich die Forderung, zukünftig die Weiterbildung der 9000 Mitglieder auch virtuell attraktiv zur Verfügung zu stellen.“

Wanner bringt hier einige Voraussetzungen mit, kennt er doch die Gesellschaft und deren Geschäftsstelle als langjähriges Vorstandsmitglied, Mitglied der Leitlinienkommission und ehemaliger Leiter des Europäischen Dialyseregisters.

Auf der Agenda stehen außerdem die Zusammenarbeit mit EU-Kommission und EU-Parlament sowie die generelle Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung noch mehr auf chronische Nierenerkrankungen, deren Prävention, Diagnose und Behandlung aufmerksam zu machen.

Enge Zusammenarbeit

Auch die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) begrüßte eine enge Zusammenarbeit. „Wir freuen uns, mit Prof. Wanner einen Ansprechpartner aus den eigenen Reihen an der Spitze der europäischen Nephrologie zu haben“, erklärt DGfN-Präsident Professor Jan Galle anlässlich der Nominierung.

„Es ist sehr wichtig, dass sich die Nephrologie international vernetzt, um eine höhere öffentliche Aufmerksamkeit und mehr gesundheitspolitisches Gewicht für Nierenerkrankungen zu erhalten“, hieß es in einer Pressemitteilung. uni