Würzburg

51. Würzburger Bachtage „Breites Spektrum bei „Bach entdecken“ vom 21. November bis 1. Dezember

Von der Kantate bis hin zum Oratorium

Archivartikel

Ein ganz besonderer Höhepunkt im Würzburger Konzertkalender in diesem Jahr sind die 51. Würzburger Bachtage. Vom 21. November bis 1. Dezember bieten sie unter dem Motto „Bach entdecken“ eindrucksvolle Hochgenüsse. Matthias Querbach, musikalischer Leiter der Bachtage, freut sich besonders auf die „Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach am 23. November und auf „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy am 30. November.

Zentrales Werk

„Wir führen die beiden großen Oratorien jeweils samstags in der St. Johanniskirche auf“. Hochkarätige nationale und internationale Musiker und Solisten sowie der Bachchor Würzburg verwöhnen die Ohren der Besucher. „Das sind Werke, die jeder kennt“, betont Matthias Querbach. „Die ‚Johannespassion‘ ist neben der ‚Matthäuspassion‘ eines der zentralen Werke Bachs“. Von der Spannung ist es für den Chor und sämtliche Instrumente dichter, also ein sehr interessantes Werk. Musizieren wird das Ensemble „La Strada Armonica“ auf historischen Instrumenten. Dazu singen die herausragenden Solisten Julia Sophie Wagner (Sopran), David Erler (Altus), Christian Rathgeber (Tenor), Felix Rathgeber (Jesus) und Tobias Berndt (Arien).

Von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingt das Oratorium „Paulus“. „Das ist wunderbare romantische Musik“, erzählt Matthias Querbach, „und Musikkennern ist das Werk sehr geläufig.“

Es spielen die Münchner Bachsolisten, auf die sich der musikalische Leiter sehr freut: „Das Oratorium beginnt mit einem unglaublich warmen Blechbläser-Satz über den Choral ‚Wachet auf, ruft uns die Stimme‘, und Johann Sebastian Bach hat diesen Choral in seiner gleichnamigen wunderbaren Choralkantate verwendet – hier wird die Verbindung der beiden Komponisten deutlich hörbar.“

Die Bachkantate erklingt bereits beim ersten Festgottesdienst der 51. Bachtage.

Besonderes Erlebnis

Das große Orchesterkonzert mit dem international vielfach ausgezeichneten Pianisten Bernd Glemser am Donnerstag, 28. November, in der Hochschule für Musik, wird ein besonderes musikalisches Erlebnis. Der Würzburger Spitzenmusiker, der seit 1996 in Würzburg als Professor für Klavier tätig ist, wird von den Medien „deutscher Klaviermagier“ oder „Klavierdichter“ betitelt und ist in der Domstadt selten live zu hören. Es spielen die Münchner Bachsolisten unter der Leitung von Matthias Querbach.

Auch für Kinder bieten die Würzburger Bachtage mit der „Orgelführung“ eine besondere Veranstaltung am Sonntag, 24. November. „Meine Kollegin Ariane Metz spielt in St. Stephan ein Orgelkonzert. Kinder können dabei die Orgel anschauen, hineingehen und sich dort umschauen“, erklärt Querbach. „Sie erfahren so, welche Dinge notwendig sind, damit solch ein tolles Instrument dann auch klingen kann“.

Die Führung beginnt um 15 Uhr, und der Eintritt ist frei.

Warum die internationalen Künstler bei den Bachtagen so gerne dabei sind, beantwortet Matthias Querbach mit: „Es ist natürlich der Ort – Würzburg als wunderschöne Stadt, St. Johannis als Mahnmal des Friedens und die lange Tradition der Bachtage, die von Günther Jena gegründet wurden und die einfach auch deutschlandweit und darüber hinaus bekannt sind.“

Matthias Querbach besucht sehr oft Konzerte anderer Musiker und ist auch gerne im Theater.

Dabei holt er sich Inspirationen und kommt sehr schnell und unkompliziert in Kontakt mit den Künstlern.

Cross-Over-Konzert

„Ich habe die Erfahrung gemacht, je internationaler bekannt ein Künstler ist, umso sympathischer und schneller kommt man miteinander ins Gespräch.“

Die diesjährigen Würzburger Bachtage bieten ein breites Spektrum an Musik: „Natürlich ist die klassische Komponente die größere, aber ich freue mich auch auf das Cross-Over-Konzert in der Augustinerkirche wenn mit Hammond-Orgel, Horn und Trompete Bach verfremdet wird. Und das in einer wundervoll illuminierten Kirche“, so Querbach.