Würzburg

Corona-Pandemie Bis zu 160 schnelle Testungen können täglich vorgenommen werden

Uniklinik betreibt das Bayerische Testzentrum

Archivartikel

Würzburg.Das Uniklinikum Würzburg startet im Auftrag von Stadt und Landkreis Würzburg zum 1. November 2020 ein so genanntes Bayerisches Testzentrum. In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Hygiene und Mikrobiologie sowie dem Institut für Virologie und Immunbiologie der Uni Würzburg können dort täglich bis zu 160 kostenlose und schnelle Testungen auf das Corona-Virus vorgenommen werden.

Im August dieses Jahres hatte die Bayerische Staatsregierung beschlossen, dass jede kreisfreie Stadt und jeder Landkreis mindestens ein „Bayerisches Testzentrum“ einrichten soll. Dort soll sich jeder kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen können. In Würzburg gibt es seit gut zwei Monaten dazu bereits die Teststrecke auf der Talavera. Zum 1. November 2020 startet das Uniklinikum Würzburg (UKW) auf dem Klinikums-Altgelände im Stadtteil Grombühl im Auftrag von Stadt und Landkreis ein weiteres solches Testzentrum. Dies wurde am Dienstag durch die Unterschriften von Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Landrat Thomas Eberth, dem Ärztlichen Direktor des UKW, Professor Dr. Georg Ertl, und Professor Dr. Oliver Kurzai vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg besiegelt.

Willkommene Ausweitung

„Das Uniklinikum sowie die Institute für Virologie und Immunbiologie und für Hygiene und Mikrobiologie zeigten sich mit der gleich zu Beginn der Pandemie in Deutschland spontan eingerichteten Untersuchungsstelle als verlässliche Partner, insbesondere wenn es um zeitkritische Testungen geht und die Befunde schnell vorliegen müssen. Ich freue mich, dass sich unsere fruchtbare Zusammenarbeit nun durch den Vertragsabschluss für ein ‚Bayerisches Testzentrum Universitätsklinik‘ noch intensiviert und die Testkapazitäten ausgeweitet werden“, kommentierte Landrat Eberth.

Und Oberbürgermeister Schuchardt führte aus: „Ich bin nicht nur froh, sondern auch dankbar, dass auf Initiative der Stadt Würzburg bei der Staatsregierung dieses weitere Testzentrum auf städtischem Gebiet installiert wird. Wir brauchen die Gewissheit, auf ausreichende Testkapazitäten zugreifen zu können. Durch die Einigkeit im Vorgehen und die Kooperation auf Augenhöhe schaffen wir gemeinsam Sicherheit für die Bevölkerung von Stadt und Land.“

Professor Ertl und Professor Kurzai sind ihrerseits dankbar, dass durch die jetzt gefundene Lösung die Finanzierung des Personals für die wichtigen Testungen durch den Bayerischen Staat sichergestellt ist.

Zwei Untersuchungslinien

Für den Betrieb des Testzentrums greift das UKW auf die in diesem Frühjahr extra umgebauten und mit zwei Untersuchungslinien ausgestatteten Räume in Haus D 20 an der Josef-Schneider-Straße zurück. „Beide Linien zusammen haben eine maximale Kapazität von 220 Tests pro Tag. Davon werden wir 160 für das Bayerische Testzentrum nutzen. Der Rest soll der Testung von Klinikumsbeschäftigten und Studienpatienten dienen“, so Ertl.

Zuweisung durch Gesundheitsamt

Die Testpersonen für das Bayerische Testzentrum werden vom Gesundheitsamt zugewiesen. „Menschen mit Corona-Symptomen und solche, die mit an Corona Erkrankten Kontakt hatten, können am Testzentrum Universitätsklinik binnen 24 Stunden getestet werden. Die Ergebnisse werden ihnen innerhalb weiterer 24 Stunden per Telefon, E-Mail und Brief mitgeteilt“, schildert Dr. Kurzai.

Das Zentrum ist nach aktuellem Stand werktäglich von 8 bis 15.30 Uhr geöffnet. In speziellen Zeitfenstern können dank einer engen Zusammenarbeit mit der Universitäts-Kinderklinik auch Kinder unter sieben Jahren getestet werden.

Ein Corona-Test ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung – entweder unter Telefon 0800/ 2019444 oder über www.testzentrum-wuerzburg.de möglich.