Würzburg

Infektion Gesundheitsamt hat 20 weitere Corona-Fälle bestätigt / Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen

Trotz der Lage sollen Bürger besonnen bleiben

Archivartikel

Würzburg.Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg hat am Freitag 20 weitere auf den Corona-Virus getestete Personen bestätigt. In diesen Neufällen ermittelt das Gesundheitsamt aktuell mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen. Damit waren für Stadt und Landkreis Würzburg zum Stand Freitag, 16 Uhr, 51 Fälle bekannt.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mitarbeiter im Landratsamt,“ lobte Landrat Eberhard Nuß. „Die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung sind großartig. Alle Beteiligten geben ihr Bestes, um die Lage strukturiert erfolgreich zu bewältigen. Die bisher getroffenen Maßnahmen greifen und werden laufend evaluiert.“

Für diesen Samstag habe er ein Treffen mit den Bürgermeistern Landkreis einberufen, um auch die Rathauschefs über die aktuelle Lage zu informieren und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zu geben. Nuß appellierte „an jeden Einzelnen, abzuwägen, welche Aktivitäten entbehrlich sind und sich besonnen zu verhalten.“

Für die nächsten fünf Wochen bis zum Ende der Osterferien einschließlich Freitag, 7. April, sind alle Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen (einschließlich Kindertagespflegestellen und Heilpädagogische Tagesstätten) auf Anordnung der Bayerischen Staatsregierung geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Die Betreuung muss von den Eltern eigenständig organisiert werden. Eltern können weitere Informationen unter https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/index.php und www.km.bayern.de nachlesen.

Nach Bekanntwerden der Schließung von Schulen und Kindergärten durch die bayerische Staatsregierung liefen am Freitagvormittag die Apparate der zehn Bürgertelefone in Würzburg heiß, heißt es weiter indem Bericht des Landratsamtes.

Die Mitarbeiterinnen des Bürgertelefons können die Eltern jedoch nur direkt an die jeweiligen Schulen und Kindertageseinrichtungen verweisen, um hier nähere Informationen zu erhalten.

Für dringende Fragen von Eltern und Lehrkräften hat das Kultusministerium eine Hotline eingerichtet, die werktags von 7.30 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 16 Uhr besetzt ist: Coronavirus-Telefon-Hotline des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus: 089/ 21862971.

Ein Betretungsverbot für Beschäftigte wird es nicht geben. Es wird Ausnahmen für Kinder geben, wenn beide Erziehungsberechtigte des Kindes, im Fall von Alleinerziehenden der Alleinerziehende, in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind und die Kinder keine Krankheitssymptome aufweisen, die Kinder nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen beziehungsweise seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und die Kinder keine Krankheitssymptome aufweisen, die Kinder sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar im Internet unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) oder 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und die Kinder keine Krankheitssymptome zeigen.

Zu den Bereichen der Kritischen Infrastruktur zählen insbesondere die Gesundheitsversorgung, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat eine Allgemeinverfügung angekündigt mit dem Appell an alle Angehörigen, wo immer es möglich ist, auf Besuche verzichten – zum Schutz der Angehörigen. Keine Besuche abstatten dürfen: Corona-Verdachtsfälle, Menschen, bei denen weitere Ansteckungsketten möglich sind. Ausnahme: Versorgung von Kindern, Sterbefälle etc. (wird vor Ort entschieden).