Würzburg

Leserbrief Zum Thema Altersvorsorgepflicht

„System bedarf einer Neuerung“

Wenn Bundesarbeitsminister Heil eine Altersvorsorgepflicht für Sebständige ab dem Jahr 2024 plant, wo diese in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen, oder in Verträge, die das gleiche Leistungsspektrum abdecken, dann sollte er das gleiche Thema für Beamte und Parlamentarier nicht vernachlässigen.

Denn die Alimentationspflicht, welche dem Dienstherrn nach Artikel 33, Absatz 5 GG gegenüber den Beamten vorgeschrieben wird, ist längst überholungsbedürftig und auch die Rentenkommission will die Beamten künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen lassen.

Dies würde auch die entstandene „Neiddebatte“ beenden, da die Pensionen aus Steuermitteln, die gesetzliche Rente hingegen aus eigenen Beiträgen finanziert wird.

Wenn ein deutscher Staatsdiener zwischen 55 und 59 Jahren im Schnitt Anspruch auf eine Pension bis zu 2200 Euro/Monat hat, kommt ein gleichaltriger Angestellter auf maximal 1000 Euro/Monat.

Spätestens wenn die Babyboomer in Rente gehen, rutscht das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern in ein ungutes Verhältnis, weshalb das System einer dringenden Neuerung bedarf!