Würzburg

Sofortmaßnahmen in Würzburg Hilfen beschlossen / Neben einem kostenlosen „Advents-Shuttle“ soll es auch Parkgutscheine und ein Liefersystem geben

Stadtrat will Solidarität mit dem Einzelhandel zeigen

Würzburg.Der Würzburger Stadtrat hat jetzt Hilfen beschlossen, mit dem der durch die Corona-Pandemie gebeutelte Einzelhandel unterstützt werden soll.

Das Gremim beschäftigte in seiner letzten Sitzung intensiv die Frage, wie man den durch die Corona-Pandemie hart getroffenen Einzelhandel unterstützen kann. Zwei Dringlichkeitsanträge und mehrere Verwaltungsvorschläge wurden leidenschaftlich diskutiert. Am Ende fanden sich für drei Sofortmaßnahmen Mehrheiten.

Danach sollen kostenlose Shuttlebusse an den Adventssamstagen den Ikea-Parkplatz und den Campus Süd komfortabel mit der Innenstadt verbinden. Details werden noch ausgearbeitet. Für Autofahrer, die weiterhin in die Innenstadt fahren wollen, soll ein 50 000 Euro-Paket an SVG-Park-Wertgutscheinen geschnürt und über das Stadtmarketing „Wüms“ verteilt werden.

Ein dritter mehrheitsfähiger Vorschlag wird ebenfalls über den Partner Wüms organisiert: Der Stadtrat wird einen Zuschuss zum Projekt „WueLivery“ in Höhe von 12 500 Euro geben. Mit diesem Service können sich Kunden im Stadtgebiet die gekauften Waren per Fahrradkurier nach Hause bringen lassen. Bei 5000 Paketen lassen sich diese Auslieferungskosten nun auf dann überschaubare zwei Euro subventionieren. Diese Idee hatten die Grünen in die Diskussion eingebracht.

Der Vorschlag der FW/FWG-Fraktion, grundsätzlich die erste Stunde Parken im Stadtgebiet kostenlos anzubieten, fand keine Mehrheit. Auch gab es keine Mehrheit für kostenlose Straßenbahnfahrten an den Adventssamstagen, wie von der Fraktion Die Linke gefordert. Oberbürgermeister Christian Schuchardt freute sich nach der Debatte über die vielen Initiativen, die sich mit den Würzburger Einzelhändlern solidarisch zeigten: „Wir haben nun ein gutes Maßnahmenbündel geschnürt, das Anreize dafür schafft, dass ein beachtlicher Teil des Weihnachtsgeschäfts in Würzburg und nicht nur im World Wide Web stattfindet.“

Klimabürgermeister Martin Heilig lobte die Ausgewogenheit der Unterstützungsmaßnahmen: „Angesichts der Herausforderung Corona dürfen wir die andere Bedrohung Klimawandel nicht außer Acht lassen.“ pm