Würzburg

Sechs Haftbefehle erwirkt

Schlag gegen Rauschgiftszene

WÜRZBURG.Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ist es der Kriminalpolizei Würzburg gelungen, etablierte Drogenbezugswege in der Region zu zerschlagen. Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, in immer wieder wechselnder Beteiligung, vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene mit Betäubungsmitteln versorgt zu haben. Bereits im Frühjahr lagen der Würzburger Kripo Ermittlungserkenntnisse vor, wonach Personen aus der Stadt und dem Landkreis Würzburg immer wieder an Drogengeschäften beteiligt sein sollen. Der Tatverdacht gegen die mittlerweile 16 bis 27 Jahre alten Frauen und Männer erhärtete sich im Zuge monatelanger Ermittlungen. Nachdem bekannt geworden war, dass Rauschgift in den Raum Würzburg gebracht werden sollte, leiteten die Ermittler Maßnahmen ein, um die Beschaffungsfahrten zu stoppen. So zogen die Beamten bereits Anfang Mai auf der A 3 bei Helmstadt einen Pkw aus Verkehr, in dem insgesamt rund zwei Kilogramm Marihuana transportiert wurden. Bei den Fahrzeuginsassen handelt es sich um eine 23-Jährige und einen 18-Jährigen aus Würzburg. Am 9. Juli wurden bei einer Fahrzeugkontrolle im Stadtgebiet Würzburg 260 Gramm Marihuana sichergestellt. Insassen waren zwei Männer im Alter von 19 und 27 Jahren. Eine 19-jährige Würzburgerin wurde bei einer weiteren Beschaffungsfahrt am 24. Juli kontrolliert. Sie hatte knapp vier Kilogramm Marihuana und Haschisch im Gepäck. Einem 16-Jährigen wird vorgeworfen, die Fahrt der 19-Jährigen in Auftrag gegeben zu haben.

Gegen einen 21-Jährigen wird ermittelt, da er im Verdacht steht, mehrere Kilogramm Rauschgift in Form von Marihuana, Haschisch und Kokain transportiert zu haben. Darüber hinaus wurde ein mutmaßlicher 21-jähriger Hintermann aus Frankfurt als Tatverdächtiger identifiziert. Die Kripo und die Staatsanwaltschaft Würzburg haben sechs Haftbefehle wegen des dringenden Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erwirkt. pol