Würzburg

Uniklinikum Würzburg Myelom-Forum informiert am 25. Juli über aktuelle Forschungsergebnisse

Kampf gegen bösartige Krebserkrankung

Archivartikel

Würzburg.Experten des Uniklinikums Würzburg informieren am Mittwoch, 25. Juli, über Neuigkeiten in der Behandlung des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks: Zum sechsten Mal wendet sich das Myelom-Forum an Patienten, Angehörige und alle sonstigen Interessierten.

Das Uniklinikum Würzburg (UKW) ist eines der europaweit führenden Zentren bei der Behandlung von Multiplem Myelom (MM). Außerdem gehört die bösartige Krebserkrankung des Knochenmarks zu den Forschungsschwerpunkten des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken, des am UKW angesiedelten Onkologischen Spitzenzentrums.

Sechstes Treffen

Diese Expertise – und die Fähigkeit, auch komplexe medizinische Zusammenhänge laienverständlich darzustellen – führen dazu, dass Patienten, Angehörige und sonstige Interessierte aus ganz Deutschland zu den am UKW veranstalteten Myelom-Foren kommen.

Am Mittwoch, 25. Juli, findet die sechste Neuauflage statt. Zwischen 16 und 19 Uhr stellen die Krebsspezialisten des Klinikums im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin an der Oberdürrbacher Straße neue Forschungserkenntnisse sowie aktuelle Therapiemethoden vor.

„Schwerpunkt der Veranstaltung sind unterschiedliche immuntherapeutische Ansätze zur Behandlung von MM und anderen Krebsarten, die wir am Klinikum in mehreren Arbeitsgruppen erfolgreich vorantreiben“, sagt Professor Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW.

Der international renommierte Tumorexperte fährt fort: „Beim Forum werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel über den aktuellen Stand des Hemibodies-Projekt informiert, bei dem im Labor maßgeschneiderte Eiweißmoleküle das Immunsystem des Patienten so aktivieren, dass es die Krebszellen zielgerichtet zerstören kann. Außerdem sind wir dabei, die schon bei anderen Tumorerkrankungen erfolgreich eingesetzten CAR T-Zellen auch gegen das Multiple Myelom zu wenden.“

Die Idee dahinter: Weiße Blutkörperchen des Patienten werden mit einem sogenannten Chimären Antigen-Rezeptor (CAR) ausgerüstet, der wie ein Sensor ein spezielles Molekül auf den Myelom-Zellen erkennt und diese dann vernichtet.

Wie von der Veranstaltungsreihe gewohnt, werden die Zuhörer Gelegenheit haben, von qualifizierter Seite Antworten auf persönliche Fragen zu erhalten. Ebenfalls schon gute Tradition sind die begleitenden Informationsstände in der Magistrale des Zentrums für Innere Medizin, die eine unkomplizierte Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und weiteren Initiativen ermöglichen.

Die Teilnahme am 6. Myelom-Forum Würzburg ist kostenlos. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist aber eine Anmeldung bis 2. Juli im Sekretariat von Professor Hermann Einsele unter Telefon 09 31 /20 14 00 01 oder bei der Organisatorin Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: info@kampfgegenkrebs.de erwünscht.

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen.

Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett.

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 3500 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses, heißt es abschließend in der Ankündigung der Uniklinik.