Würzburg

Stadtrat Vertragsverlängerung für Intendant Markus Trabusch auf das Frühjahr vertagt

Großes Theater um das Würzburger Theater

Archivartikel

Der Würzburger Stadtrat hat sich in nichtöffentlicher Sitzung am Donnerstag mit der Frage befasst, ob dem Intendanten des Mainfranken Theaters, Markus Trabusch, über seinen bestehenden Vertrag, der vereinbarungsgemäß im Sommer 2021 endet, ein Anschlussvertrag angeboten wird. Der Grund für die frühzeitige Befassung liegt in den theatertypischen Besonderheiten.

Entsprechend stand diese Entscheidung mit einem Vorlauf von zwei Jahren nun an, wie es in einer Pressemitteilung der Stadtr Würzburg heißt.

In den vergangenen Wochen hat es eine Vielzahl an Rückmeldungen gegeben, die sowohl positiv als auch negativ waren.

So wurde offensichtlich von einem Teil der Theaterbelegschaft offen Kritik am Führungsstil von Trabusch und auch an seinem rauhem Umgangston geäußert. Andererseits habe es aber ebenso Unterstützungsbekundungen aus der Belegschaft für Trabusch gegeben, wie die FN aus gut unterrichteten Kreisen erfuhren.

Wie es es weiter im Pressebericht der Stadt heißt, wurde nach umfangreicher Diskussion im vorberatenden Werkausschuss des Mainfranken Theaters sowie im Stadtrat nun beschlossen, die Entscheidung, ob dem Intendanten ein Anschlussvertrag angeboten wird, erst im kommenden Frühjahr, zum 30. April, zu treffen. Der Zeitraum werde genutzt, um im Mainfranken Theater eine Begleitung durch einen Coach und eine Mediation vorzunehmen. Oberbürgermeister Christian Schuchardt erklärte dazu: „Meine Aufgabe ist es, eine Beschlussfassung vorzubereiten und einen Vorschlag zu unterbreiten.

Diese Aufgabe haben wir uns nicht leichtgemacht, und unsere Handlungsvorschläge nach monatelanger Abwägung und zahlreichen Gesprächen vertreten.

Die Entscheidung obliegt dem gesamten Stadtrat als Kollegialorgan. Wichtig ist es jetzt vor allem im Interesse der Kolleginnen und Kollegen im Mainfranken Theater, wieder einen Weg zum gewohnten Tagesablauf zu finden.

Unabhängig von der jetzigen Entscheidung gilt es, in der ohnehin verbleibenden Vertragslaufzeit bis Herbst 2021, konstruktiv und zum Wohle des Hauses mit seinen Beschäftigten zusammenzuarbeiten. Hieran haben alle Seiten ein großes Interesse.“

Intendant Markus Trabusch sagte: „Ich freue mich über die echte Chance, in der ich weiterhin meine erfolgreiche künstlerische und inhaltliche Arbeit fortführen kann. Gleichzeitig habe ich mir vorgenommen, in einigen Punkten deutliche Kursänderungen vorzunehmen, um hier alle Kolleginnen und Kollegen und den Stadtrat mitnehmen und von mir überzeugen zu können.“ ber/stv