Würzburg

Panzerdivision feierte Jubiläum Festakt und Großer Zapfenstreich zum 60. Geburtstag

„Garant für Verlässlichkeit“

Veitshöchheim.Der Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung und die seit Jahren gelebte Partnerschaft zwischen den Angehörigen der Bundeswehr und der Zivilbevölkerung Mainfrankens standen im Mittelpunkt des Festaktes anlässlich des 60. Geburtstages der 10. Panzerdivision, der mit dem Großen Zapfenstreich, dem höchsten militärischen Zeremoniell, seinen Höhepunkt fand.

„Gut aufgehoben“

„Als Soldat fühlt man sich in Mainfranken und in Bayern allgemein gut aufgehoben“, wie es der Divisionskommandeur, Generalmajor Harald Gante, in seinen Grußworten in den Mainfrankensälen zum Ausdruck brachte.

Den 60. Geburtstag des Großverbandes sah er als ein besonderes Ereignis, denn es stehe auch für 60 Jahre Frieden und seit dem Fall der Mauer im Jahre 1989, auch für Freiheit.

„Hier wird nichts geschlossen“

Dass dies auch in Zukunft so bleiben wird, versicherte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Silberhorn. Mit Blick auf die künftige Heeresstruktur der Bundeswehr betonte er unter dem Beifall der Anwesenden: „Hier wird nichts geschlossen, die Bundeswehr wächst und ihre Infrastruktur auch“.

Fest verankert in der Heimat

Der sicherheitspolitische Rahmen habe sich im Laufe von 60 Jahren stark verändert aber die „Zehnte“ sei aber immer ein Garant für Verlässlichkeit geblieben, fest verankert in der Heimat.

Der Standort Veitshöchheim habe in der „Vorne Verteidigungsstrategie“ der Bundeswehr und in Fragen des internationalen Krisenmanagements im Nato-Verbund schon immer eine exponierte Stelle eingenommen.

Sowohl der Staatssekretär als auch Staatsminister Dr. Florian Herrmann reklamierten in diesem Zusammenhang bei der Bundesregierung die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel für den Verteidigungsetat, wie mit den übrigen Nato-Partnern vereinbart, denn: „Die Welt ist nicht sicherer geworden“.

In den 60 Jahren seit Bestehen der 10. Panzerdivision spiegele sich eine kontinuierliche Verteidigungspolitik die deutlich mache, dass Deutschland sich seiner Verantwortung für den Erhalt des Weltfriedens im Nato-Verbund bewusst sei.

Die Bundeswehr benötige mehr Geld, weil sie sonst ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen könne.

„Es geht hier nicht um Aufrüstung, sondern um Ausrüstung“, so der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, und er verlange von der Bundesregierung die Vorlage eines verlässlichen Zeitplanes, in dem man die vereinbarten zwei Prozent erreichen wolle.

Tiefe Verbundenheit

Mit dem Festakt zum 60. Geburtstag der 10. Panzerdivision in den Mainfrankensälen und dem Großen Zapfenstreich im Veitshöchheimer Schlossgarten, zu dem zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Bundeswehr, aber vor allem auch Bürger gekommen waren, unterstrich der Großverband die tiefe Verbundenheit der Soldaten sowie deren Familien und Angehörigen mit den Bürgern der Garnisonsgemeinde Veitshöchheim sowie mit den umliegenden Städten und Gemeinden in besonderer Weise.

Staufischer Löwe als Wappen

Am 1. Oktober 1959 wurde die damalige 10. Panzergrenadierdivision in Sigmaringen aufgestellt. Anfang der 70er Jahre erfolgte die Umbenennung in 10. Panzerdivision. Als Wappen wurde der Staufische Löwe bestimmt.

Bruchfreie Traditionslinie

Die 10. Panzerdivision in Sigmaringen wurde im Zuge der Einnahme der Struktur Heer 2011 aufgelöst, umstrukturiert und in Veitshöchheim neu aufgestellt.

Seitdem führt der Großverband am neuen Standort Veitshöchheim die Tradition des Staufischen Löwen als Wappen fort und steht somit in einer bruchfreien Traditionslinie mit der „alten“ aufgelösten 10. Panzerdivision in Sigmaringen.

Auch zukünftig steht die „Zehnte“ getreu ihrem Wahlspruch „zuverlässig – beweglich – schnell“ als der Heeresgroßverband im Süden Deutschlands für Kontinuität.

Ihre Truppenteile sind in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen sowie in Frankreich auf insgesamt 27 Standorten disloziert.

Die rund 20 000 Soldaten und zivilen Mitarbeiter haben sich sowohl im In- als auch im Ausland bei Übungen und im Einsatz sowie bei der Katastrophenhilfe bewährt, wie in den Ansprachen beim feierlichen Festakt in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen mehrfach zum Ausdruck kam.