Würzburg

Mainfranken Theater Der unterfränkische Regierungspräsident Ehmann übergibt Förderbescheid an die Stadt Würzburg

Auf dem Weg zur „Kulturhauptstadt“

Würzburg.Die Regierung von Unterfranken hat der Stadt Würzburg mit Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs für die Generalsanierung und Erweiterung des Mainfranken Theaters Würzburg als erste Rate einen Zuschuss in Höhe von 9,6 Millionen Euro für das Jahr 2019 bewilligt.

Die Gesamthöhe der Zuwendungen für beide Bauabschnitte wird vo-raussichtlich bis zu 50,3 Millionen als Förderhöchstbetrag betragen. Bei zuwendungsfähigen Kosten von rund 67 Millionen Euro entspricht dies dem zugesagten Fördersatz von 75 Prozent. Die veranschlagten Gesamtkosten der Maßnahme betragen für beide Bauabschnitte rund 72 Millionen Euro.

Weiterer Meilenstein

Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann übergab in seinem Dienstzimmer den Bewilligungsbescheid an Oberbürgermeister Christian Schuchardt. „Ich freue mich mit der Stadt Würzburg, dass mit dem heutigen Förderbescheid ein weiterer „Meilenstein“ gesetzt werden konnte. Mit einer investiven Förderung von 75 Prozent leistet der Freistaat Bayern neben seinem Anteil bei den Betriebskosten einen erheblichen Beitrag dafür, dass Würzburg auch als „Kulturhauptstadt“ weit über seine Stadtgebietsgrenzen hinaus ausstrahlt“, so der Regierungspräsident.

„Wir freuen uns über diese außergewöhnlich hohe Förderquote des Freistaates, die uns überhaupt erst ermöglicht, diese Generalsanierung und Erweiterung des Mainfranken Theaters umzusetzen. Dies ist vor allem auch dem Engagement des damaligen Finanz- und Heimatministers und heutigen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder zu verdanken. Diese Förderung ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung des Mainfranken Theaters“, stellt Oberbürgermeister Christian Schuchardt heraus: „Nur so können wir die zentralen Anforderungen an einen wirtschaftlichen, sicheren und zukunftsfähigen Spielbetrieb erfüllen.“

Die rund 72 Millionen Euro teure und seit Sommer 2018 bereits laufende Sanierung des 1966 eröffneten Mainfranken Theaters Würzburg soll mit Beginn der Spielzeit 2022/23 komplett abgeschlossen sein. Dabei soll das Mainfranken Theater nicht nur umfassend saniert, sondern auch um ein neues „Kleines Haus“ mit rund 330 Plätzen erweitert werden.

Geplant sind die Baumaßnahmen in zwei Bauabschnitten. In einem ersten Bauabschnitt wird ein neuer Vorbau mit der neuen zweiten Spielstätte errichtet. Diese soll dann als Übergangsbühne genutzt werden, wenn im zweiten Bauabschnitt das „Große Haus“ saniert wird.

Die Förderung auf der Grundlage von Art. 10 BayFAG mit Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs erfolgt mit Ermächtigung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat sowie im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration sowie im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr nach Maßgabe der vom Bayerischen Landtag im Staatshaushalt veranschlagten Mittel. Bereits im Juni 2018 und im April 2019 hatte die Regierung von Unterfranken den Beginn der Baumaßnahmen vorzeitig gebilligt. Mit dem jetzigen Bewilligungsbescheid besteht für die Stadt Würzburg auch für die nächsten anstehenden Baumaßnahmen entsprechende Planungssicherheit. Er ist damit ein weiterer „Meilenstein“ zum Ausbau des Kulturstandorts Würzburg.