Wittighausen

Zwischen Oberwittighausen und Kirchheim Die Bürgermeister Marcus Wessels und Björn Jungbauer informieren sich bei einem Vor-Ort-Termin über den aktuellen Stand der Dinge

Radwegbau Richtung Landesgrenze geht voran

Archivartikel

Der Bau des Radwegabschnitts zwischen Oberwittighausen und der bayerischen Landesgrenze in Richtung Kirchheim schreitet zunehmend voran.

Oberwittighausen. Mitte Juni vermeldete Wittighausens Bürgermeister Marcus Wessels bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats den jüngst davor erfolgten Baubeginn des Radweges. „Endlich“, wie er erleichtert hinzufügte, denn mit dem Start und Durchführung der Maßnahme wird ein Projekt realisiert, das einerseits seit vielen Jahren von vielen Seiten gewünscht und diskutiert sowie auch von dem vorherigen Bürgermeister Bernhard Henneberger verstärkt verfolgt wurde, andererseits mehrmals zu kippen und zu scheitern drohte, da sich seine Umsetzung immer wieder verzögerte und weiter hinauszog.

Abgeordnete eingeschaltet

Nach der Einschaltung mehrerer Abgeordneter, des Landratsamtes und Regierungspräsidiums bis hin zum Verkehrsministeriums des Landes durch Wessels schien wieder Bewegung in die Planungen zu kommen bis hin, dass der Baustart dieses Radwegteils eigentlich schon 2015 erfolgen hätte sollen. „Die Unterlagen stehen nach Aussage des Regierungspräsidiums als Bauträger kurz vor der hausinternen Genehmigung“, hatte der Bürgermeister zuvor im selben Jahr mit viel Optimismus bekannt gegeben, nachdem Ende Februar in einer Pressemitteilung die Aufnahme des Radwegabschnitts in den Maßnahmenplan des Landes Baden-Württemberg für Radwege an Landesstraßen erfolgt war und nach damaligen Aussagen des Landratsamtes das Regierungspräsidium den Spatenstich für Oktober vorgesehen hatte.

Zunächst tat sich nichts

Dennoch ließ der Baubeginn weiterhin auf sich warten. Vor allem interne Abstimmungsschwierigkeiten innerhalb des Regierungspräsidiums seien nach Wessels damaligen und wiederholten Angaben dafür Auslöser gewesen. Im April 2016 wandte sich Wessels in einem Schreiben an den Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, Winfried Hermann, da dem Eindruck nach das Projekt anstelle mit einem Baubeginn endlich in die Gänge zu kommen vielmehr seit geraumer Zeit eingeschlafen zu sein schien. Doch seien beim Regierungspräsidium Stuttgart zwar nicht die erforderlichen Kapazitäten vorhanden gewesen, dies hätte zu Verzögerungen geführt, jedoch werde das Vorhaben nun ab 2016 in Angriff genommen, ließ der der verantwortliche Ministerialdirigent des baden-württembergischen Verkehrs und Infrastruktur-Ministeriums in einem von Minister Hermann gezeichneten Antwortschreiben einige Wochen später verlautbaren.

Zur möglichst zügigen Weiterentwicklung hatte sich die Gemeinde zum einen inzwischen nicht nur um Flächenankäufe gekümmert, die zwar Aufgaben des Bauherrn – also in diesem Fall des Landes, das den Auftrag an das Landratsamt des Main-Tauber-Kreises delegiert hatte – gewesen wären, sondern auch um ökologische Ausgleichsmaßnahmen.

Wenn auch mit reichlichen Verzögerungen, erfolgt jetzt tatsächlich die Realisierung des Vorhabens. Der derzeit laufende Bau dieses insgesamt rund 2,5 Kilometer langen Radwegs zwischen dem Ortsteil Oberwittighausen und der bayerischen Landesgrenze in Richtung der unterfränkischen Nachbargemeinde Kirchheim parallel sowohl zur Landesstraße 511 als auch zur Bahnstrecke Stuttgart-Heilbronn-Lauda-Würzburg ist auf Gebiet des Main-Tauber-Kreises und der Gemeinde Wittighausen Teil eines Lückenschlusses zwischen dem Maintal- und dem Taubertal-Radweg, der als Radwegnetzmaßnahme komplett durch das Land Baden-Württemberg finanziert wird. Zugleich bezahlt der Landkreis den Anschluss dieses Radwegs ab dem Bahnhaltepunkt Gaubüttelbrunn an den so genannten „Skulpturenradweg“ in Richtung bis zu dieser bayerischen Landesgrenze.

„Gerade für uns im ländlichen Raum ist dieser Radweg sehr wichtig“, unterstrich Wessels bei einer gemeinsamen Vor-Ort-Besichtigung des aktuellen Stands der Baumaßnahmen mit seinem bayerischen Amtskollegen Björn Jungbauer, Planer Ludwig Ohnhaus und Markus Metz, Leiter des Straßenbauamts des Main-Tauber-Kreises die Bedeutung.

Abschluss bis Ende Oktober?

Nach Angaben der Verantwortlichen könnten die Arbeiten bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Der Baubeginn für den etwas mehr als einen Kilometer langen Abschnitt auf bayerischer Seite ab Landesgrenze bis zum Ortseingang in Kirchheim sei für Anfang Oktober avisiert, berichtete Kirchheims Bürgermeister Jungbauer.

Einhergehend regten Metz, Wessels und Jungbauer an, die offizielle Einweihung des Abschnitts auf Gemarkung Oberwittighausen und den offiziellen Spatenstich für den Neubau des Radwegs auf unterfränkischer Seite bis Kirchheim mit einer gemeinsamen Feier zu begehen.

„Das wäre sowohl aus interkommunaler und länderübergreifender Sicht erfreulich als auch eine besondere Imagewerbung für den neuen Radwegabschnitt sowie den gesamten Radweg zwischen Tauber und Main nach dem Lückenschluss“, betonten der Straßenbauamtsleiter sowie der Wittighäuser und der Kirchheimer Schultes übereinstimmend.