Wittighausen

In Vilchband Unbekannte Wohltäter sorgen für eine schöne Überraschung / Heimliche Aktion

Pandemiebaum zum Maifest

Archivartikel

Vilchband.Traditionell wird in vielen Orten zum 1. Mai ein schmucker Maibaum aufgestellt und anschließend eine Feier ausgerichtet. Aufgrund der Landesverordnungen waren in diesem Jahr auch am Maifeiertag und Vorabend alle öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen verboten. Das Aufstellen der Maibäume fiel somit ins Wasser.

In Vilchband hatten einige einfallsreiche Bürger die Idee, als Ersatz ein „Corona-Pandemie-Maibäumchen“ zu kreieren und in der Nacht zum 1. Mai aufzustellen. Anders als das wesentlich größere Original wurde er allerdings nicht in dem für einen Maibaum vorgesehenen Erdloch errichtet, sondern auf einem Metallsockel aufgebaut.

Für die Mehrzahl der Bürger, die am nächsten Tag einen Spaziergang durch den Ort unternahmen oder auf andere Weise dort vorbei kamen, sei das fantasievoll ausgestattete „Corona-Pandemie-Maibäumchen“ allemal eine freudige Überraschung gewesen, berichtete Harald Ebert aus Vilchband, Bürgermeisterstellvertreter der Gemeinde Wittighausen.

„Die Aktion lief vollkommen heimlich ab und insofern kann ich nicht sagen, wer dahintersteckt“, hob er hervor. Zugleich würdigte er mit großem Lob die kreative Aktion und Gestaltung des Baums. Während ansonsten an einem Maibaum Symbole an verschiedene Zünfte im Ort erinnern, zeigt das „Pandemie-Bäumchen“ Motive der Krise und Vorsorge in Corona-Zeiten.

Eine neben ihm stehende Figur signalisiert außerdem, dass die Menschen sich durch die Krise nicht verrückt machen sollten. „Hysterie oder Coronavirus – was ist eigentlich ansteckender?“ heißt es in einem Cartoon, der auf einer Tafel abgebildet ist.

„Der Pandemie-Baum hat für die Bürger Vilchbands dazu beigetragen, dass das Leben trotz der durch Corona bedingten Ausgangsbeschränkungen speziell zum Maianfang etwas bunter und freudiger geworden ist“, zeigte sich Ebert überzeugt. pdw