Wittighausen

Verkehr Gemeinderat signalisierte Zustimmung

Neuer Steinbruch geplant

Archivartikel

Wittighausen.Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat Wittighausen der Erteilung einer Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb eines Steinbruchs auf Gemarkung Oberwittighausen zu, sofern keine gemeindlichen Feldwege als Zu- und Abfahrt benutzt werden. Rund 500 Meter nordöstlich des Ortsrandes im Gewann „Hub“ will die Firma Seubert Natursteine aus Kleinrinderfeld einen Steinbruch mit einer Gesamtfläche von 9,78 Hektar errichten, der in vier Abschnitten abgebaut werden soll. Der Abbau ist bis zu einer Tiefe von etwa 25 Metern vorgesehen, die Abfuhr der Blöcke soll durch Oberwittighausen erfolgen. Langfristig plant die Firma Seubert eine weitere Ausdehnung des Steinbruchs auf benachbarte Flächen. Die Neuanlage befindet sich direkt neben dem bestehenden Steinbruchs der Kirchheimer Steinbruchwerke.

In einer Stellungnahme unterstrich die Gemeinde, dass die Ortsdurchfahrt von Oberwittighausen aufgrund der Zunahme des durch die Steinbruchbetriebe verursachten Schwerverkehrs erheblich belastet werde. Auch die Abfuhr des Materials im neuen Steinbruch werde voraussichtlich diesen Weg nehmen. Durch die enge Ortsdurchfahrt mit einigen 90-Grad-Kurven bestünden zudem erhebliche Gefahren für Fußgänger, Radfahrer und alle weiteren Verkehrsteilnehmer. Ein weiterer Steinbruchs werde diese Situation noch verschärfen, so dass die Belastungsgrenze der Anwohner überschritten sein dürfte.

Hinsichtlich der Transportwege und Belastungen könnte die zukünftige Tonnagebeschränkung und Fahrbahnverengung auf der Wittigbachbrücke Richtung Gützingen in Oberwittighausen eine Beruhigung bewirken, da der Schwerlastverkehr den Weg über die Kreisstraße K 2808 nicht mehr nehmen könne. Im Hinblick auf die Anwohner werde dieser Schritt sogar begrüßt, langfristig könne dies allerdings keine Lösung sein. Eine sinnvolle Möglichkeit für die Abfuhr der Steine bestehe über Gützingen, Allersheim und Gaubüttelbrunn. In der Summe werde also deutlich, wie wichtig und überfällig eine Entlastung der Ortsdurchfahrt Oberwittighausen sei.

Zudem wird auf eine bereits Trasse verwiesen. Sie zumindest für den Schwerverkehr zu aktivieren, sollte nach Auffassung von Bürgermeister Marcus Wessels geprüft werden, auch wenn dies eine Sanierung der Wittigbachbrücke trotzdem erforderlich mache.

Die Gemeinde ist aufgefordert, bis zum 11. September Stellung zu nehmen. „Wir sind keine Genehmigungsbehörde, sondern können allenfalls unsere Zustimmung geben oder unsere Bedenken vorbringen“, hatte Bürgermeister Marcus Wessels erklärt. pdw