Wittighausen

Gemeinderat Digitalisierung und Breitbanderschließung an der Grundschule

Mehr Unterricht per Tablet

Archivartikel

Wittighausen.Die Ausstattung des Standortes Unterwittighausen der Grundschule Grünsfeld-Wittighausen im Zuge der Digitalisierung und der Breitbanderschließung wird weiter vorangebracht. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat bei seiner Sitzung.

Im Zuge des Breitbandausbaus hatte die Gemeinde als Eigentümer des Schulgebäudes die Sonderregelung für Schulen in Anspruch genommen, so dass die Grundschule für etwa 4000 Euro bei einem Fördersatz von etwa 85 Prozent bereits im Frühjahr direkt ans Glasfasernetz angeschlossen wurde. Mit dem „Digitalpakt Schule“ stellt die Bundesregierung weitere Fördermittel von mindestens 50 Euro pro Schüler zur Verfügung, damit die Schulen mit digitalen Tafeln und Arbeitsmitteln ausgestattet werden können. Zudem gibt es eine weitere Förderung im Rahmen des Digitalpaktes für den Schulstandort mit rund 3000 Euro.

Grundlage hierfür ist ein von Rektor Uwe Schultheiß eingereichter Medienentwicklungsplan (MEP). Sowohl Schulleiter und Lehrer als auch Verwaltung und Gemeinderat halten die Anschaffung solcher Geräte für sehr wichtig und sind der Meinung, dass zumindest „eine Klasse digitalisiert werden sollte“. Es liege für die Grundschule mittlerweile umfangreiches Material für digitalen Unterricht vor. Außerdem werde der Bereich „Medienerziehung“ immer wichtiger.

Bislang liege der Internetanschluss nur im PC-Raum und im Rektorenzimmer. Da vorgesehen sei, künftig nicht nur über digitale Tafeln, sondern auch mit Hilfe von Tablets oder weiteren IP-basierten Geräten zu unterrichten, sollten W-LAN-Hotspots eingerichtet werden, die alle Klassen mit leistungsfähigem Internet versorgen könnten.

Die Kosten hierfür belaufen sich laut Angebote auf knapp über 3900 Euro für die Verkabelung der Schule und auf fast 2600 Euro für die Installation und Einrichtung der Access Points. Eine digitale Tafel koste etwa 6000 Euro kosten, hierfür liege allerdings noch kein Angebot vor. Die Anschaffung solle erst erfolgen, wenn eine Förderung zugesagt sei. Bürgermeister Marcus Wessels und der Schulleitung ist es ein Anliegen, noch während der Ferien die vorbereitenden Arbeiten für die Digitalisierung abzuschließen. Deshalb habe man den Auftrag bereits erteilt. Der Gemeinderat stimmte den außerplanmäßigen Haushaltsausgaben von rund 5900 Euro zu.

Nach einem einstimmigen Beschluss des Gremiums erhält die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Oberwittighausen ein neues Fahrzeug. Angebote zur Beschaffung eines Gerätewagen Transport (GW-T) sollen im kommenden Jahr eingeholt werden, nachdem das Feuerwehrfahrzeug TSF Baujahr 1986 seine Nutzungsdauer bereits deutlich überschritten habe, wie Gemeinderat Herbert Reinhard, zugleich Kommandant, hervorhob. Auf Grundlage eines Angebotes über 115 500 Euro wurde ein Antrag auf Förderung gestellt und ein Zuschuss von 25 500 Euro bewilligt. Die Anschaffung des Fahrzeugs muss bis Dezember 2022 erledigt sein.

Reinhard plädierte für einen Erwerb bereits ein Jahr früher. Zum einen empfehle der Bedarfsplan eine zeitnahe Ersatzbeschaffung. Zum zweiten ergebe sich für die Gemeinde kein finanzieller Vorteil. Zudem betrage die Lieferzeit momentan rund 45 Wochen. Daraufhin beschloss man eine Auftragsvergabe im Frühjahr 2020 und Anschaffung im darauffolgenden Jahr.

Die Gemeinde gewährt den Musikschülern der Bläserjugend Wittighausen einen Zuschuss zur Ausbildung von fünf Euro pro Monat, was einer maximalen Förderung von 60 Euro pro Jahr entspricht. Der Zuschuss wird ab dem 8. und bis zur Vollendung des 16. Lebensjahrs gewährt, die Förderung ist auf höchstens sechs Jahre Ausbildungszeit begrenzt. Nach dem jüngsten Ratsbeschluss erhält ab dem Förderjahr 2020 jeder Musikschüler aus der Gemeinde zur musikalischen Ausbildung bei der Bläserjugend einen Zuschuss von zehn Euro pro Monat. Der Zuschuss wird ab dem 8. Lebensjahr, zukünftig jedoch bis zur Vollendung des 17. Lebensjahrs gewährt, wobei die Förderung auf eine maximale sechs Jahre lange Ausbildungszeit limitiert bleibt. Darüber hinaus erhält der Verein die übliche Vereinsförderung von 400 Euro jährlich.

Laut Haushaltsplan sind für die Förderung der Musikschüler 3000 Euro vorgesehen. 2017 wurden lediglich 1560 Euro und im vergangenen Jahr 1670 Euro abgerufen.

Der kommunale Monatszuschuss in Lauda-Königshofen (11,40 Euro), Tauberbischofsheim (11,50 Euro) und (Bad Mergentheim 28 Euro) liegt im Vergleich teilweise erheblich höher. pdw