Wittighausen

Feuerwehrwesen Gemeinderat beschloss Anschaffung für die Feuerwehrabteilung Oberwittighausen/Poppenhausen

Grünes Licht für neuen Gerätewagen für 126 700 Euro

Oberwittighausen/Poppenhausen.Einstimmig beschlosse der Wittighäuser Gemeinderat den Auftrag zur Beschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Abteilung Oberwittighausen/ Poppenhausen. Bereits im für die Gemeinde Wittighausen 2018 verabschiedeten Feuerwehrbedarfsplan wurde unter anderem die Neuanschaffung für dringend erforderlich erachtet, da die geplante Nutzungsdauer des vorhandenen Tragspritzenfahrzeuges (TSF) aus dem Baujahr 1986 „bereits deutlich überschritten“ sei. Darüber hinaus spreche der TÜV-Bericht eine klare Sprache: „Das Fahrzeug rückt (...) an die technische und wirtschaftliche Grenze. (...)“, hieß es dementsprechend in dem Bedarfsplan.

Daher wurde im Dezember 2018 ein Förderantrag für die Ersatzbeschaffung eines Gerätewagens (GW/T) gestellt, der im vergangenen August mit der Zusage einer Festbetragsförderung von 25 500 Euro positiv beschieden wurde, worauf der Gemeinderat einen Monat später einvernehmlich das Einholen von Angeboten und anschließende Neubeschaffung eines Ersatzfahrzeugs beschloss.

Seitdem beschäftigen sich insbesondere Gemeinderat Herbert Reinhard, zugleich Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wittighausen, und die Gemeindeverwaltung mit der Einholung entsprechender Angebote, deren Ergebnisse er am Dienstag vor der Abstimmung dem Gemeinderat detailliert vorstellte.

Dabei habe sich die Vergleichbarkeit der Angebote als nicht einfach erwiesen, da jedes Angebot individuell gestaltet gewesen sei, berichtete der Kommandant in seinem Sachvortrag. Letztlich habe jedoch eine vergleichbare Gegenüberstellung der drei abgegebenen Angebote erstellt werden können.

Das favorisierte Modell liege bei einem Nettopreis von rund 115 400 Euro plus Zusatzoptionen etwa mit vier Rollcontainern durch die Fahrzeugheckklappe beladbare und einem Lichtmast für etwa 11.300 Euro, was einem Gesamtnettopreis von knapp über 126 700 Euro entspricht.

Damit liege dieses Angebot preislich deutlich unter den beiden anderen Offerten. Die Rollcontainer könnten unter anderem mit Atemschutzausrüstungen sowie mit zusätzlich 1000 Meter Schlauchlänge für abgelegenere Einsatz- oder Übungsorte beladen werden, erklärte Reinhard. Nach seiner Präsentation und Erläuterung votierte der Rat für das wirtschaftlichste Angebot und daher für die empfohlene Auftragsvergabe an die Würstle GmbH in Wolpertswende (Landkreis Ravensburg). Reinhard hatte das Unternehmen für Blechbearbeitung, Stahlbau und Feuerwehrfahrzeugbau mit weiteren FFW-Aktiven Ende Mai 2020 besucht und kennengelernt, wobei es einen sehr guten Eindruck hinterlassen habe.

Zwar reiche der Bewilligungszeitraum für die zugesagte Förderung bis 2022, allerdings plädierte Reinhard für eine umgehende Auftragsvergabe, da damit unter Berücksichtigung der momentanen Mehrwertsteuerreduktion eine Rechnungsstellung noch bis Ende des laufenden Jahres erfolgen sowie eine gewisse Ersparnis erzielt werden könne, auch wenn das Neufahrzeug erst 2021 ausgeliefert werde. pdw