Wittighausen

Gemeinderat Anwohner übernimmt Baulast, um Gebäude am ursprünglichen Standort zu errichten

Einstimmiger Beschluss zum Thema ELR

Archivartikel

Wittighausen.Nur relativ wenige Tagesordnungspunkte standen am Dienstagabend bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung in Wittighausen auf dem Programm.

Im Zuge der Baumaßnahme des neu errichteten Wohn- und Geschäftshauses im Ortskern Unterwittighausen musste ein Anlieger eine Baulast übernehmen, damit das Gebäude am ursprünglichen Standort der ehemaligen Maag-Hofstelle errichtet werden konnte, ohne dass ansonsten der erforderliche Grenzabstand unterschritten worden wäre.

Zudem musste der benachbarte Anrainer zustimmen, dass aus Brandschutzgründen die Toröffnung in seiner Scheune geschlossen wurde.

Die Alternative wäre gewesen, den Neubau weiter von diesem Anwesen Zorn abzurücken, was die Parkplatzsituation im Ortskern verschärft hätte, erklärte Bürgermeister Marcus Wessels.

Aus nachvollziehbaren Gründen seien weder dieser Nachbaranlieger noch die Bauträgerfirma bereit gewesen, die Kosten für die Mauerschließung nebst eines Brandschutzfensters zu übernehmen.

Da die Errichtung des Gebäudes übrigens auch im Interesse der Gemeinde Wittighausen gewesen sei, habe man schließlich die Zusage erteilt, dass die Gemeinde die gesamten Kosten für das Brandschutzfenster trage.

Zwei Angebote

Da für den Gemeinderat die zur Sitzung vorliegenden Zahlen zweier Angebote jedoch nicht ausreichend zur Vergabe des Auftrags an den wirtschaftlichsten Bieter erschienen, wurde eine Entscheidung auf die nächste Sitzung vertagt.

Einstimmig hingegen beschloss das Ratsgremium die Vergabe der Leistungsphasen eins und zwei zur Erstellung der Antragsunterlagen für das ELR-Programm hinsichtlich einer Erschließung der Gewerbegebiete „Unterwittighausen-West“ und „Wachtelland“ in Unterwittighausen an das Büro Ludwig Ohnhaus.

Für die beiden vorgesehenen Gewerbegebiete besteht die Möglichkeit, beim Regierungspräsidium Stuttgart und beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis einen ELR-Antrag zur Förderung der Erschließung zu stellen. Entsprechende Anträge seien mittlerweile bereits eingereicht worden, berichtete Wessels. Sollte eine Förderzusage erfolgen, würden die Nettokosten der Erschließungsarbeiten mit 40 Prozent bezuschusst. Um die Frist für die Beantragung zu wahren, wurde das ohnehin mit der Bebauungsplanung beauftragte Büro Ludwig Ohnhaus gebeten, die Voruntersuchungen und die Erstellung eines Planungskonzeptes für die Abwasserbeseitigung der beiden Gewerbegebiete im Zuge der Bebauungs- und Erschließungsplanung sowie die Erstellung der Kostenschätzung und das Anfertigen eines Erschließungs-Lageplanes zu übernehmen. Hierfür fällt ein Honorar in Höhe von knapp über 14 000 Euro an, die später auf das Gesamthonorar angerechnet werden. pdw