Wittighausen

„Wittighäuser Dielegnatzer“ Theatergruppe stellt sich einmal mehr in den Dienst der guten Sache

2000 Euro für „Wunschmobil unterwegs“

Archivartikel

Wittighausen.Ist die ganze Welt aus den Fugen geraten oder befindet man sich schlichtweg im Irrenhaus? Diese Frage ist nicht erst zur Zeit der Corona-Pandemie aufgekommen, sondern wurde bereits zum Jahresbeginn von den Besuchern der irren Komödie „Neurosige Zeiten“ der „Wittighäuser Dielegnatzer“ gestellt.Während auf der Bühne die Grenzen von Wahnsinn und Wahrheit verschwommen sind, war die Spendenübergabe im Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim sehr real.

Stellvertretend für die Wittighäuser Theatergruppe übergaben Sandra Klingert und Astrid Auernhammer einen Scheck über 2000 Euro an den Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses zum Einsatz für das Projekt „Wunschmobil unterwegs“.

„Die Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittsgeld und kleinen Leckereien verteilen wir jedes Jahr auf Projekte in Wittighausen und gemeinnützige Angebote in der Region“, erklärte Astrid Auernhammer bei der Spendenübergabe. „Da Sandra und ich selbst im Caritas arbeiten, haben wir natürlich auch mitbekommen, wie toll über das Wunschmobil gesprochen wird. Auch in der Presse erscheinen immer wieder schöne Berichte. Da dachten wir uns: Wir müssen den Förderverein unbedingt dabei unterstützen, schwerstkranken Patienten der Palliativstation einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen.“

Und Sandra Klingert ergänzte: „Wir haben die Idee also mit unseren Theaterkollegen besprochen und alle waren sich einig, dass das Wunschmobil die richtige Wahl sei. Daher sind wir ganz besonders froh, dass so viele Zuschauer zu den sieben Aufführungen gekommen sind und dadurch neben den Investitionen in Wittighausen noch 2000 Euro für den Förderverein geblieben sind.“

Tolle Unterstützung

Geschäftsführer Helmut Wolf, freute sich besonders, dass das Wunschmobil nicht nur außerhalb des Caritas-Krankenhauses Unterstützung findet, sondern auch im Caritas selbst: „Bislang lief die Finanzierung der Unternehmungen, bei dem ein Team aus Ehrenamtlichen die schwerstkranke Person –gern auch zusammen mit den engsten Familienangehörigen oder besten Freunden – noch einmal an einen persönlichen Lieblingsort in der Region bringt, vor allem über externe Spenden. Dass uns nun auch Mitarbeitende aus dem Haus in ihren Vereinen und Freizeitgruppen unterstützend unter die Arme greifen, finde ich ganz besonders toll und lobenswert. Es zeigt, dass wir als Förderverein in unserer Arbeit für die Patienten wahrgenommen und wertgeschätzt werden.“

Das sei zusätzlich auch vor dem Hintergrund wichtig, dass in der Corona-Krise viele Veranstaltungen, die eigentlich zugunsten von Projekten in der Region stattfinden sollten, ausfallen mussten, so Helmut Wolf weiter. Da man allerdings mitten in der Anschaffung eines eigenen, speziell ausgestatteten Fahrzeugs als Wunschmobil sei, sei aktuell jeder Cent, der gespendet werde, doppelt wichtig.

Auch die Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim war sichtlich gerührt von so viel Engagement der Wittighäuser Dielegnatzer für die Palliativpatienten: „Sie als Mitarbeiterinnen kennen die Belange der Patienten im Haus, Sie erfahren aus erster Hand, welche Wünsche und Träume sie haben und Sie wissen, wie Sie helfen können. Und das gleich in doppelter Hinsicht, denn Sie haben Ihre Theatergruppe und unser Projekt Wunschmobil unterwegs zusammengebracht“, sagte Schwester Maria-Regina Zohner. „So viel Empathie, Einsatz und Weitblick machen mir Mut für die Zukunft der Projekte unseres Fördervereins.“ Zwischenzeitlich haben sich die „Wittighäuser Dielegnatzer“ bezüglich des Theaters 2021 getroffen und die Entscheidung gefällt, dass das Theater im kommenden Jahr 2021 aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygienevorschriften nicht stattfinden kann. Sie hoffen, 2022 wieder Theater spielen zu können und zahlreiche Zuschauer bei ihren Vorstellungen begrüßen zu dürfen. ckbm