Wertheim

Rave Open-Air-Saison auf dem Wahrzeichen der Main-Tauber-Stadt endete mit ausgebuchter Veranstaltung und rund 1500 Fans der harten Beats

Zum zweiten Mal hieß es Abtanzen auf der Wertheimer Burg

Archivartikel

Wertheim.Nach dem großen Erfolg des Burgrave „exit:ruine“ im Mai freuten sich die Veranstalter „Tanzinsel“ Gemünden am Samstag über eine ausgebuchte Veranstaltung. 1500 Fans der harten beats feierten bei bestem Spätsommerwetter im Burggraben. Das Burgrave beendete die Open-Air-Saison auf Wertheims Wahrzeichen.

Headlinerin war Monika Kruse, die als „Grande Dame“ des Techno gilt. Auf ihrem Tourplan im September stehen die Städte Wien, Liverpool, München, Amsterdam und Lyon und eben auch die Main-Tauber-Stadt. Die einstige Münchnerin lebt heute in Berlin und gehört zu den Techno-DJs der ersten Stunde. Ihre musikalischen Wurzeln waren Funk und Soul. Vom neuen unkonventionellen Sound ist sie aber gleichermaßen fasziniert. Ihren Stil nennt sie selbst „Sweat with a smile – Musik, die dich auf der Tanzfläche zum Tanzen bringt und ein Lächeln auf die Lippen.“ Wie gut sie dieses Motto umsetzen konnte, zeigten die strahlenden Gesichter der Fans auf der Burg.

Weiterer Hauptact war DJ Alexander Aurel aus Frankfurt am Main, der bereits mit mehreren bekannten Labels erfolgreich zusammengearbeitet hat. Komplettiert wurde die Liste der DJs durch die Würzburger Lokalmatadore Thomas Markel, Marcel Niveau und Pierre Remy.

Wer sich von der Party erholen wollte, zog sich in die etwas ruhigeren Bereiche rund um den Holderturm zurück. In dessen Nähe hatte auch die Initiative „Sauber drauf“ des Caritasverbands für die Diözese Würzburg ihren Stand aufgebaut. Gemäß des Mottos „Passt auf euch auf!“ betreibt die Initiative, die es bayernweit gibt, Suchtprävention direkt im Partykontext.

Das Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen informierte digital, auf Flyern und mit einem Quiz über die Gefahren von Partydrogen und Süchten. Außerdem führten die Helfer viele persönliche Gespräche mit den Rave-Begeisterten. Den ganzen Nachmittag über waren Partygäste am Stand zu sehen. „Die, die uns noch nicht kennen, sind erst skeptisch, am Ende bekommen wir aber von allen eine positive Rückmeldung zum Angebot“, berichtete Kim Mundinger, eine der hauptamtlichen Koordinatorinnen.

Für die Sicherheit der Gäste sorgte neben den Helfern des DRK Wertheim auch eine große Zahl an Security Kräften. Diskussionen gab es immer wieder zur Regelung, dass es beim Verlassen des Geländes keinen Wiedereintritt gab. Einige Wenige konnte die Security wegen ihrer Alkoholisierung erst gar nicht auf das Festivalgelände lassen.

Ruhig ging es hingegen für die Helfer des DRK zu. Sie freuten sich über ein ganz besonderes Geschenk. Sie erhielten einen ganzen Sack mit Pfandflaschen. Diese hatten andere einfach in den Mülleimern entsorgt. Mit dem Pfanderlös finanziert der Ortsverband Wertheim des Deutschen Roten Kreuzes Materialien für die Kinderbetreuung bei der Blutspende. Mit der richtigen Entsorgung von Flaschen und Dosen nahmen es aber nicht alle Gäste genau. So sammelte sich auf dem Weg hinauf zu Burg einiges an leeren Getränkeverpackungen an. bdg

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