Wertheim

Weihnachtsaktion Sparkasse Tauberfranken und das Ehepaar Hoffmann helfen, Kinderwünsche bis 25 Euro zu erfüllen

Wünschebaum sorgt für glänzende Kinderaugen

Wertheim.Wie mag es für Eltern sein, wenn sie ihren Kindern nichts zu Weihnachten kaufen können, weil das Geld nicht reicht? Und wenn das kleine Kind, das noch fest an Christkind oder Weihnachtsmann glaubt, sich fragt, warum diese lieben Gestalten es vergessen haben? Um diese Situation gar nicht erst aufkommen zu lassen, steht in der Wertheimer Sparkassen-Filiale zum dritten Mal ein Weihnachtswunschbaum. Hier kann jeder einem Kind aus armen Verhältnissen einen Weihnachtswunsch erfüllen.

Eine weiche Kuschelpuppe, Bauklötze, eine Strumpfhose für ein dreimonatiges Kind, ein Kartenspiel oder ein Schminkset als Sehnsuchtswunsch einer 15-Jährigen stehen auf den Zetteln. Es sind keine Reichtümer, die sich die Kinder wünschen. Ein Wunsch soll für maximal 25 Euro zu erfüllen sein.

Benannt wurden die zu beschenkenden Kinder von verschiedenen Wohlfahrtsorganisationen in der Region, die genau wissen, in welchen Familien Not herrscht. Als Martin Scheurich, Filialeiter der Sparkasse in Wertheim, diese Form des Wunschbaums das erste Mal in Tauberbischofsheim sah, wusste er: das brauchen wir auch in Wertheim. Inzwischen haben die Filialen in Lauda und Bad Mergentheim nachgezogen. Und so funktioniert es: Wer helfen möchte, sucht sich einen Zettel am Baum aus, hinterlässt Name und Anschrift am Schalter und bringt das weihnachtlich verpackte Geschenk bis zum 11. Dezember in die Filiale. Wichtig ist, dass Schenker und Beschenkte anonym bleiben. Ein kleiner persönlicher Weihnachtsgruß des Schenkers ist erlaubt.

In den vergangenen zwei Jahren waren die Veranstalter begeistert von der starken Resonanz. Einige, die gern einem Kind eine Freude machen wollten, kamen gar nicht mehr zum Zuge, weil alle Wunschzettel innerhalb kürzester Zeit abgenommen waren. Aber was würde passieren, wenn Zettel übrig bleiben und Kinder dann doch am Weihnachtsabend ohne Geschenk da stehen? „Das darf auf keinen Fall passieren“, darin ist sich Scheurich mit dem Ehepaar Martina und Peter Hoffmann einig. So stehen die beiden mit ihrer „Martina und Peter Hoffmann Stiftung“ als Pate dafür ein, dass eventuell übrig bleibende Wünsche ebenfalls erfüllt werden. Dem Ehepaar ist es wichtig, benachteiligten Kinder vor Ort zu helfen und Teilhabe zu ermöglichen. Das tun sie auf vielfältige Weise, sei es mit einer Erstausstattung zum Schulbeginn, Musikunterricht in Kooperation mit „Willkommen in Wertheim“ und dem Musizierkreis Kreuzwertheim oder anderen benötigte Hilfestellungen. Sie freuen sich, dass durch das Wunschbaum-Projekt, für das sie nun schon zum zweiten Mal die Patenschaft übernehmen, viele auf ihre Stiftung aufmerksam geworden sind, sei es als Spender, sei es als Hinweisender, wo sie Gutes tun können. „Wir haben selbst keine Kinder. Uns geht es gut. Da wollen wir helfen“, erklären die beiden ihren selbstlosen Einsatz für andere. Mehr Informationen zur „Martina und Peter Hoffmann – Stiftung“ unter info@stiftung-hoffmann.de im Internet. Nun hoffen die drei, dass auch dieses Jahr viele Wertheimer mithelfen, dass die Kinder am Heiligen Abend ein Geschenk vorfinden können und damit der Glaube an Weihnachtsmann und Christkind nicht zu früh verloren geht.

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